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Grundschule Husby : Auf Tuchfühlung mit Tod, Trauer und Trost

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Viertklässler der Grundschule Husby zeigten sich offen beim Umgang mit einem sensiblen Thema.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 07:05 Uhr

Husby | Die Kinder der 4 a der Grundschule Husby erlebten jetzt einen Unterricht der anderen Art. Denn statt Heften und Stiften hatten sie diesmal ihre kleinen Tröster mit in den Religionsunterricht gebracht. Ein schnuffiger Hund, ein langohriger Hase oder ein bunter Fußball wurden von den kleinen Händen fest umschlossen. Mit gutem Grund: Denn auf dem Unterrichtsplan der Kinder stand an diesem Tag das Thema "Tod, Trauer und Trost".

"Die Mädchen und Jungen zeigen ein großes Interesse und eine unbefangene Gesprächsbereitschaft, so dass die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht zu gewagt ist", erklärte Religionslehrerin Claudia Petersen. Geleitet wurde das Schulprojekt von Katja Klingbeil, Mitarbeiterin im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst des Katharinen Hospizes in Flensburg. Die Schüler konnten in den jeweils drei Doppelstunden in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre zunächst einmal eigene Erfahrungen benennen und Vorstellungen äußern, was nach dem Tod passiert. Ebenso wurden Ideen entwickelt, wie Betroffene Trost finden können.

Auf sehr kindgerechte und einfühlsame Art, wie mit dem Bilderbuch "Abschied von Opa Elefant" und dem Kinderfilm "Anja, Bine und der Totengräber", ging das Team an das sensible Thema heran. Formen der Auseinandersetzung, wie die Gestaltung von Briefen und Bildern, ermöglichten auch eher zurückhaltenden Kindern eine Ausdrucksmöglichkeit. Freiwilligkeit wurde dabei immer groß geschrieben. Jeder konnte sich einbringen, wann und wie er wollte. So erzählte etwa Max: "Wenn ich traurig bin, mache ich meine E-Gitarre ganz laut."

Die Kinder seien gestärkt aus dem Projekt hervorgegangen, berichtete Ingrid Rühs, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizes. "Den Erwachsenen im Kreis der Schüler wurde vor Augen geführt: Kinder gehen auf wundersame Weise viel offener und direkter mit der Thematik um als befürchtet."

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