zur Navigation springen

Aktionsbus : Auf Tour für die direkte Demokratie

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit 15 Jahren kämpft Werner Küppers mit seinem Aktionsbus für mehr Volksabstimmungen auf Bundesebene. Heute steht er noch am Südermarkt.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2015 | 14:30 Uhr

Flensburg | „Wir geben unserer Regierung eine Blankovollmacht“, protestiert Werner Küppers, der seit 15 Jahren den „Omnibus für direkte Demokratie“ leitet und ihn durch Deutschland fährt. Seit gestern ist der Bus am Südermarkt anzutreffen und leistet auch noch heute von 9.30 Uhr bis 18 Uhr Überzeugungsarbeit für seine Sache. Das wichtigste Mittel, um die Politik in die Verantwortung zu nehmen und zu kontrollieren, sei die Volksabstimmung. Auf Landes- und Kommunalebene habe man in den letzten Jahren schon große Fortschritte gemacht, aber „so lange das auf Bundesebene nicht geregelt ist, kommen wir an die wichtigen Sachen nicht ’ran“, sagt der überzeugte Aktivist. Daher ist heute das Hauptanliegen der Omnibus-Organisation, Volksabstimmungen eben dort einzuführen.

Die gemeinnützige GmbH, die den Omnibus trägt, finanziert sich laut Küppers aus den Beiträgen eines Kreises von 3000 Förderern und ist unabhängig von politischen Parteien. Für ihn sind es auch die Parteien, die das größte Hindernis für Volksabstimmungen darstellen. Es stünde in ihrem Interesse, die volle Kontrolle über den Staat zu bewahren.

Viele Menschen gehen vorbei an dem Bus, aber einige bleiben stehen und hören sich an, was das dreiköpfige Omnibus-Team zu sagen hat. So auch Stefan Jocheim: „Der Volkswillen wird durch unsere parlamentarische Demokratie nicht gut abgebildet. Egal, welche Partei gerade dran ist, ändert sich nichts“, sagt der 45-Jährige. Er findet den Omnibus sehr gut und nennt die Schweiz als Vorbild eines Landes, das es richtig mache. Dort finden regelmäßig Volksabstimmungen zu bedeutenden Themen statt.

Der Omnibus, den es schon seit 1987 gibt und der mehr als 100 Städte im Jahr anfährt, besucht auf seinen Touren auch Schulen und Universitäten. Küppers nimmt auch gern Praktikanten auf. So stieß Meike Hilger (17) zu der Busbesatzung. Sie machte dort im letzten Frühjahr ein Praktikum und arbeitet seitdem, wann immer sie Ferien hat, überzeugt mit.

Nun wirbt sie für Volksabstimmungen und sammelt mit ihren Kollegen Unterschriften, um den Wunsch der Menschen nach mehr direkter Demokratie an die Politik zu tragen.

Am Mittwoch fährt der Bus nach Schleswig weiter und besucht am Donnerstag und Freitag Eckernförde. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.omnibus.org.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen