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Glücksburg : Auf dem Bremsberg wird wieder gebaut

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ab nächstem Frühjahr sollen auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche 27 neue Häuser entstehen. Es gibt bereits mehr Interessenten als Grundstücke.

Seit mehr als zehn Jahren wird auf dem Bremsberg in Glücksburg intensiv neues Bauland erschlossen – und ein Ende ist bisher nicht in Sicht. Nach Holkier 1 bis 3 und „Kleiner Bremsberg“ folgt jetzt das Baugebiet „Großer Bremsberg“ mit 2,5 Hektar nördlich der Bremsbergallee.

Gerade hat der Bauausschuss die 37. Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Das momentan für die Landwirtschaft ausgewiesene Gebiet darf Bauland werden. Die Erschließung und Vermarktung liegt wie bei allen jüngeren Bremsberg-Projekten bei der TEG (Treuhänderische Erschließungsgesellschaft) aus Albersdorf. Sie hat das Land von zwei Eigentümern gekauft, sagt Geschäftsführer Frank Sass. „Wir planen 27 Bauplätze in der Größe von 500 bis 750 Quadratmetern. Einfamilienhäuser, aber auch Gebäude mit vier bis fünf kleinen Wohnungen sind möglich.“ Baubeginn solle im Frühjahr 2017 sein. „Schon jetzt haben wir 30 bis 40 Kaufinteressenten für die Grundstücke. Glücksburg ist ein attraktiver Wohnstandort mit gewachsener Villen-Landschaft“, so Sass. Der Quadratmeter-Preis stehe noch nicht fest, die Kalkulationen seien noch nicht abgeschlossen. Zur Zeit befinden sich TEG und Stadt Glücksburg in den Bauleitplanungen. Es geht unter anderem um die Entwässerung.

Stadtvertreter Werner Kiwitt (Bündnis 90  /  Die Grünen) geht es auch noch um andere Themen. Was den Bremsberg betrifft, ist er besonders sensibilisiert. Die Bildungsstätte für nachhaltige Entwicklung, Artefact, deren Geschäftsführer er ist, liegt ebenfalls dort. Im Vorfeld der Bauausschuss-Sitzung hatte er moniert, dass eine Energie-Beraterin der Investitionsbank, die sich das Gelände angesehen hatte, nicht rechtzeitig zur Sitzung eingeladen worden war, um über ihre Eindrücke zu referieren. Bürgermeisterin Kristina Franke winkte jedoch ab: „Die Beraterin hat den Anschluss an die Fernwärme-Leitung empfohlen, die schon auf dem Bremsberg liegt“, sagte sie. Auch Frank Sass möchte mit den Flensburger Stadtwerken zusammen arbeiten. „Wir haben da gute Erfahrungen gemacht. Wer möchte, kann aber auch Wärmepumpe und Solarenergie verwenden“, sagte er.

Kiwitt bedauerte auf Nachfrage zum wiederholten Mal, dass die Stadt die Erschließung des Gebietes aus ihren Händen gegeben habe. „Man hätte hier 100  000 Euro pro Hektar verdienen können“, sagte er. „Dann hätte Herr Kiwitt das Land ja selbst kaufen können“, konterte Franke. „Es ist das erklärte Ziel der Stadt, neuen Wohnraum zu schaffen. Damit können wir die Infrastruktur der Stadt erhalten. Es verläuft alles nachvollziehbar und in unserem Interesse.“

Frank Sass meint dazu, dass zur Bauland-Erschließung viel „Knowhow“ erforderlich sei. „Unsere Bauherren genießen, dass sie bei uns alles aus einer Hand erhalten. Sie finden auch die beratende Funktion, die wir übernehmen, wichtig.“

Gut möglich, dass noch weitere Flächen auf dem Bremsberg angekauft, entwickelt und vermarktet werden. Laut Kristina Franke ist geplant, weiteres Bauland bis an die Grundstücksgrenze von Artefact freizugeben.

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