Diako Flensburg : Auch in den Kliniken wird das Personal knapp

Gut zu tun hat in diesen Tagen die Zentrale Notaufnahme.
Gut zu tun hat in diesen Tagen die Zentrale Notaufnahme.

Akutversorgung gewährleistet – Unfallchirurgie stark gefordert

shz.de von
03. März 2018, 07:16 Uhr

Sie kamen, aber sie kamen spät. Viele der in der Diako beschäftigten 1900 Mitarbeiter – viele von ihnen Auswärtige – schafften es am Mittwoch nicht rechtzeitig oder aber gar nicht zur Arbeit. Gestern lag die Anwesenheitsquote immerhin wieder bei 90 Prozent.

Die Zentrale Notaufnahme ist ein Nadelöhr. Sie war in den letzten beiden Tagen wie gewöhnlich gut frequentiert – allerdings gab es eine deutliche Verlagerung. „Das internistische Geschäft ist stark zurückgegangen“, erklärte der Ärztliche Direktor Christian Peters auf Anfrage. „Dafür hatte die Unfallchirurgie etwa 30 Prozent mehr zu tun als üblich.“ Die Lage sei aber jederzeit kontrolliert gewesen. Personalengpässe, auch bedingt durch die noch nicht abgeebbte Grippewelle, hätten überwiegend die Peripherie betroffen – also Krankenschwestern und -pfleger. Um innerstädtische Unfälle ausreichend versorgen zu können, hatte sich das Krankenhaus am Mittwoch, als über Nacht der Schnee über Flensburg hereingebrochen war, bei der Rettungsleitstelle für die überregionale Versorgung abgemeldet. Gestern um 8.40 Uhr ging die Klinik wieder „ans Netz“.

Größere und nicht aufschiebbare Operationen, so Peters, hätten problemlos durchgeführt werden können, kleinere Eingriffe, wie etwa Hand-OPs, seien nach Absprache mit den Patienten verschoben worden. „Dafür hatten alle Verständnis.“

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