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Flensburger Tageblatt

17. August 2017 | 18:17 Uhr

Eggebek : Asphaltmischwerk auf dem Flugplatz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeindevertretung Eggebek macht den Weg für Gewerbeansiedlung im Technologiepark frei.

Eggebek | Im südlichen Teil des Technologie- und Energieparks auf dem ehemaligen Eggebeker Flugplatzgelände soll ein Asphaltmischwerk angesiedelt werden. Hartwig Voss von der Firma Vereinigte Asphaltmischwerke (VAM) aus Büdelsdorf sowie Heiko Linke vom beauftragten Planungsbüro erläuterten die Pläne in einer Einwohnerversammlung vor der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Demnach wird auf einer Fläche von vier Hektar ein Asphaltmischwerk entstehen, das zirka 100  000 Tonnen Asphaltmischgut für den Neubau und zur Straßensanierung im nördlichen Landesteil produzieren soll. Die dortige Fläche mit den vorhandenen Sheltern und Hallen zur Lagerung der Rohstoffe sei für den Betrieb ideal geeignet. Dadurch wird Staubbelastung weitestgehend vermieden. Verarbeitet werden Bitumen (Erdölprodukt aus der Raffinerie Hemmingstedt) sowie unterschiedliche Gesteinskörnungen. Diese werden fertig eingekauft und nicht vor Ort geknackt.

Das Asphaltmischgut wird, so erläuterte Hartwig Voss, in einer zu errichtenden 40 Meter hohen Anlage hergestellt und direkt auf Lastwagen verladen. Linke ergänzte, dass im Genehmigungsverfahren durch entsprechende Gutachten die Einhaltung der Grenzwerte für Lärm, Geruch und Staub nachzuweisen seien. Darüber hinaus schreibt das Bundesimmissionsschutzgesetz vor, dass beim Bau dieser Anlage der neueste Stand der Technik zu berücksichtigen ist.

In der anschließenden Diskussion war die Frage der Wegeführung und Verkehrslenkung zentrales Thema. Voss erläuterte, dass im Durchschnitt täglich 30 bis 50 Lkw die Anlage anfahren. Sie verteilen sich schwerpunktmäßig auf die Strecken über Jörl (Südtor) und Jerrishoe (ehemalige Hauptwache). Fahrten über die Hauptstraße im Dorfkern würden die Ausnahme sein, betonte er. In Gesprächen mit der Gemeinde wurde dies bereits im Vorwege zugesichert und es werde auch noch schriftlich vereinbart.

In der Sitzung der Gemeindevertretung wurde die entsprechende Änderung in der Bauleitplanung abgeschlossen, vor allem in Hinblick auf die Wegeführung im südlichen Teil des Gewerbegebietes. Diese schließt einen Teil der ehemaligen Rollbahn des Flugplatzes mit ein. Zum anderen übernimmt der Bebauungsplan auch die erforderlichen Ausgleichsflächen für den Naturausgleich, die für die bauliche Inanspruchnahme in diesem Gebiet erforderlich werden.

Das zweite Änderungsverfahren betraf eine kleine Teilfläche „An der Norderstraße“. Dort war bisher vorgesehen, einen Fußweg aus diesem neuen Wohnbaugebiet zum Kreuzungsbereich Norderstraße/Sandkuhle anzulegen. Diese Wegeanbindung wird als entbehrlich angesehen, da die Hauptstraße mit der entsprechenden Infrastruktur als Ziel in entgegengesetzter Richtung liegt. Gleichzeitig wurde in diesem Bereich für zwei Grundstücke eine zweigeschossige Bebauung ermöglicht.

Wie Bürgermeister Willy Toft in diesem Zusammenhang erläuterte, werden die Erschließungsarbeiten in diesem zweiten Bauabschnitt voraussichtlich Ende Juni beendet sein, so dass dann auch die Grundstücke für die Bebauung freigegeben werden können.

Im Rahmen der Erschließung werden auch alle Grundstücke in diesem Gebiet mit Glasfaser durch die Telekom angeschlossen. Die meisten Grundstücke sind bereits reserviert und in Kürze werden auch die ersten Grundstückskaufverträge abgeschlossen werden können. Die große Nachfrage lässt erwarten, dass voraussichtlich im nächsten Jahr das gesamte Baugebiet bebaut ist.

Aufgrund der starken Nachfrage in hatte die Gemeindevertretung bereits auf der letzten Sitzung erste Überlegungen zur weiteren wohnbaulichen Entwicklung angestellt. Angedacht ist nunmehr, beidseitig des Stapelholmer Weges Bebauungsmöglichkeiten zu prüfen. Damit würde die Bebauung an diesem Ortseingangsbereich abgerundet und die Splittersiedlung „Dammhall“ in die Ortslage integriert. Die Gemeindevertretung beschloss die Beauftragung eines Planungsbüros und möchte kurzfristig Abstimmungsgespräche mit der Landesplanung über die Bereitstellung von Wohnungsbaukontingenten führen.

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