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Abenteurer in Flensburg : Arved Fuchs kehrt von „Mission Impossible“ zurück

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Nach Russland will Arved Fuchs erst mal nicht mehr. Im Sommer musste er die geplante Reise zum Franz-Josef-Land abbrechen - immer neue Auflagen machten die russischen Behörden. Zurück in Flensburg berichtet der Bad Bramstedter vom Festsitzen im Kohlehafen von Murmansk.

Flensburg | Der Abenteurer Arved Fuchs hat seine jüngste Expedition beendet und ist nach Deutschland zurückgekehrt. Am Dienstag traf er mit seinem Schiff, dem Haikutter „Dagmar Aaen“, im Flensburger Hafen ein. Auf einer Pressekonferenz berichtete Fuchs von seinem Konflikt mit den russischen Behörden, weshalb er seine Fahrt im Sommer nicht wie geplant fortsetzen konnte. Diese hätte immer neue Auflagen gemacht.

So sei etwa für die Befahrung internationaler Gewässer eine Genehmigung gefordert worden. Wer die ausstellen sollte, hätten die Behörden auch nicht gewusst. Hätten er und seine Crew dies nicht als „Mission Impossible“ erkannt, „wir wären wahrscheinlich heute noch im Hafen von Murmansk“. Fast zwei Wochen lag die „Dagmar Aaen“ dort im äußersten Norden des Landes vor Anker, lange Zeit im Kohlehafen. „Das Schiff war innerhalb weniger Stunden auch schwarz, und wir auch.“ 

Fuchs verwies auf das Vorgehen der russischen Behörden gegen die Umweltorganisation Greenpeace. 30 Besatzungsmitglieder eines Aktionsschiffs sitzen nach einem Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis in russischer Untersuchungshaft. „Man will ein Exempel statuieren, um lästige Betrachter fernzuhalten.“ In den russischen Medien dagegen sei Fuchs' Fall ein „Riesenthema“ gewesen. Auch die Nationalparkverwaltung des Franz-Josef-Landes wartete vergeblich auf auf Fuchs und seine Crew. Sie habe ein großes Interesse an einer Kooperation gehabt, berichtete Fuchs.

Nach Russland will der 60-Jährige nun erst einmal nicht mehr fahren. Anstatt zum Franz-Josef-Land führte seine Expedition dann rund um Spitzbergen. Insgesamt 278 Tage war die „Dagmar Aaen“ seit Ende Dezember unterwegs. Vor der Fahrt nach Russland war das Schiff zu den Lofoten gefahren. Über die dortigen Erlebnisse entstanden ein Buch, eine Dokumentation - und auch eine App mit Panoramabildern und Zusatzinfos.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 14:23 Uhr

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