Hochschule Flensburg : Artenschutz unterm Windrad

Die Gewinner und die Nominierten des VR-Bank-Hochschulpreises zwischen Thomas Severin (links) und Ralf Pschibul (rechts): Christoph Bustorff (2. v.l.) Sören Petersen (3. v.l.), Anika Paulsen (Mitte)
Die Gewinner und die Nominierten des VR-Bank-Hochschulpreises zwischen Thomas Severin (links) und Ralf Pschibul (rechts): Christoph Bustorff (2. v.l.) Sören Petersen (3. v.l.), Anika Paulsen (Mitte)

Sören Petersen gewinnt den VR-Bank-Hochschulpreis mit einem anwendungsnahen Thema aus der Region

shz.de von
22. Juni 2018, 16:36 Uhr

Feierliche Anerkennung für sechs junge Absolventen der Hochschule im Foyer des Audimax – und vierstellig dotierte Preise für die besten drei: Mit der Verleihung des VR-Bank-Hochschulpreises in Höhe von 6000 Euro hat die VR-Bank Flensburg-Schleswig eG Studierende für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet.

Insgesamt waren sechs Nachwuchswissenschaftler nominiert. Über den ersten Platz und 3000 Euro Preisgeld freute sich der Nordfriese Sören Petersen, der jetzt in Hamburg lebt. In seiner Masterarbeit geht es um die Neuentwicklung eines Systems, das Schattenwurf durch Windenergieanlagen vermeiden helfen soll und damit der Einhaltung der gesetzlichen Artenschutzbestimmungen während des Betriebes dient. Nicht nur weil die VR-Bank gerne in erneuerbare Energien investiert, lobte VR-Bank-Vorstandsmitglied Ralf Pschibul den 28-jährigen Nordfriesen: „Diese Arbeit fanden wir deutlich am besten“, sagt er und verriet: „Es war sehr spannend für mich, nach vielen Jahren wieder Kontakt zur Hochschule zu haben.“ Den zweiten Platz mit 2000 Euro belegte Christoph Bustorff aus Neumünster. Seine Bachelorarbeit am Max-Rubner-Institut in Kiel beschäftigt sich mit der „Produktion, Aufreinigung und Gefriertrocknung des Lactococcus lactis Bakteriophagen P008“. Er entwickelte ein Verfahren, mit dem große Mengen dieses Virus durch Gefriertrocknung haltbar gemacht werden können.

Anika Paulsen aus Flensburg belegte mit ihrer Bachelorarbeit zum Thema Augmented Reality als Hilfsmittel für komplexe Prozesse den mit 1000 Euro dotierten dritten Platz des VR-Bank-Hochschulpreises.

Für Pschibul ist diese Preisverleihung, die zum zweiten Mal stattfindet, ein wichtiges Signal für den Hochschulstandort Flensburg und den Fachkräftebedarf der Wirtschaft in der Region. Für die Gäste besonders anschaulich: Die Medieninformatik um Prof. Jim Lacy hatte die Arbeiten zunächst in 90-Sekunden-Filmclips vorgestellt. So wurden neben den Milchsäurebakterien auch die Arbeit gegen eine unverständliche Bauanleitung eines Ikea-Regals oder eine Anwendung für Gehörlose im EU-Besucherzentrum in Brüssel konkret.

Prof. Thomas Severin, Vizepräsident für Studium und Lehre, freute sich über die erfolgreiche Kooperation der VR Bank mit der Hochschule Flensburg. „Das Niveau der eingereichten Arbeiten war sehr hoch, alle hatten eine eins vor dem Komma“, lobte Severin. Der Preis unterstreiche die hohe Qualität der Hochschulausbildung und die Relevanz für die Wirtschaft, so Severin.

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