Zeitung in der Kita : „Arbeitest du auch in der Nacht?“

Kleine künftige Zeitungsleser mit ihren Erzieherinnen Bärbel Müller (li.) und Inga Thomsen.
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Kleine künftige Zeitungsleser mit ihren Erzieherinnen Bärbel Müller (li.) und Inga Thomsen.

Fünf- und Sechsjährige des Harrisleer ADS-Kindergartens Hechtenteich beschäftigen sich seit vier Wochen mit der Zeitung.

shz.de von
28. Februar 2017, 11:44 Uhr

Neugierig beäugen die Fünf- und Sechsjährigen des Harrisleer ADS-Kindergartens Hechtenteich die Reporterin, die zu Besuch gekommen ist. „Musst du auch so früh aufstehen wie der Zeitungsbote“? – „Arbeitest du auch in der Nacht“?

Viele Fragen haben Hanna, Espen, Georg und die anderen Schultütenkinder an die Journalistin. Mina überlegt angesichts der Zeit für einen Besuch: „Haben Sie heute frei?“ Lilly macht sich Gedanken, wie das Foto vom Erdbeben in Italien in die Zeitung kommt. „Fährst du da nach Italien“? Vier Wochen lang stecken die Kleinen mit ihren Erzieherinnen Inga Thomsen und Bärbel Müller im Zikita-Projekt, erleben Zeitung im Kindergarten.

Etliche Kinder kennen das Flensburger Tageblatt schon von zu Hause. Alle sollen gemeinsam mit Mama und Papa die Tageszeitung entdecken, über sie sprechen können. Im Kindergarten landet täglich ein dicker Packen Zeitungen, der mit Vorfreude ausgepackt und verteilt wird. Ob wohl wieder schöne Tierbilder dabei sind? Feuerwehrleute? Berühmte Persönlichkeiten, Angela Merkel, ein Fußballstar?

Manche Gesichter erkennen die Kleinen schon. Die Zeitung wird durchgeblättert, richtig zusammengelegt. Ganz schön riesig ist sie für Kinderarme. Da gibt es erkennbar verschiedene Rubriken, die beliebte Kina-Seite mit Piet und Paula, das Rätsel, die Alexandra zu entdecken, die die Kleinen schon im Hafen gesehen haben.

Die Kinder lieben ihre Zeitungen. Lieblingsbilder werden ausgeschnitten und aufgeklebt, die Anfangsbuchstaben des eigenen Namens gesucht und eingekringelt. Eigene Arbeitshefte lassen sich nach und nach bekleben und bemalen. „Wir merken, wie die Zeitung ein Bestandteil des täglichen Lebens geworden ist“, beobachtet Inga Thomsen.

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