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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 11:57 Uhr

Apenrade steigt das Wasser bis zum Hals

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Prognose des UN-Klimarats sagt für die Hafenstadt einen Pegelanstieg von 1,50 Metern voraus

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2013 | 15:00 Uhr

Länger andauernde Hitzewellen, eine zunehmende Zahl von Sturmfluten und heftige Niederschläge – dies sind nur einige der Prognosen des UN-Klimarats, dessen jüngster Bericht soeben erschienen ist. Der Weltklimabericht prognostiziert unter anderem, dass der Meeresspiegel deutlich steigen wird.

„Es herrscht kein Zweifel darüber, dass der Meeresspiegel steigen wird – und dass es schnell gehen wird: bis zu anderthalb Meter. Zu Problemen kommt es allerdings schon viel früher, denn bereits bei einem Ansteigen des Meeresspiegels von nur 30 Zentimetern werden die bekannten Risikobereiche in höherem Maße von Sturmfluten und extremen Niederschlägen betroffen sein“, sagt Lektor Aslak Grinsted vom Klimacenter der Universität Kopenhagen.

Diese Prognosen gelten nicht zuletzt für Südjütland: Das Umweltministerium hat Apenrade als besonders gefährdete Risikozone ausgewiesen, sollte der Wasserstand steigen.

Höhere Wasserstände bringen indes nicht nur Apenrade in die Gefahrenzone, sondern auch jene Kommunen, die dasselbe Wassereinzugsgebiet haben: Das wären ganz Sonderburg oder zumindest Teile der Kommune, aber auch die Kommunen Hadersleben, Kolding, Hedensted, Vejen und Billund.

Das Umweltministerium prognostiziert, dass das Wasser, wenn die Regionen überflutet werden, aus dem Meer sowie den vielen Bächen und Flüssen kommen wird – wie man dies schon im Sommer 2011 in Apenrade beobachten konnte.

Vor dem Hintergrund der Klimavorhersagen der vergangenen Jahre hat das Umweltministerium alle Kommunen des Landes angewiesen, die bevorstehenden Klimaveränderungen in einem Plan zu berücksichtigen, der kurz- und langfristige Maßnahmen beschreibt, wie Werte und Bürger vor den Wassermassen geschützt werden können.

„Gehen wir die Arbeit mit den Klimaanpassungsplänen richtig an, haben wir die Chance, kombinierte Lösungswege aufzutun, sodass das Regenwasser – statt zu einem Problem – eine Ressource wird.

Zugleich können wir grüne Arbeitsplätze schaffen“, heißt es in einem Schreiben von Umweltministerin Ida Auken (SF) an die Kommunen.



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