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Pappmaschee-Werkstatt : Ansturm auf die freien Plätze

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kulturelle Bildung bei Kindern aus sogenannten bildungsfernen Schichten zu fördern: Für diesen Zweck haben die Schule Ramsharde und ihre Partner für das laufende Schuljahr knapp 12.000 Euro zur Verfügung gestellt bekommen.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2014 | 11:15 Uhr

Paula ist traurig, obwohl sie Glück hatte. Die Plätze in dem Workshop „Pappmaschee-Werkstatt“ waren heiß begehrt. „Wir hatten für die 20 freien Plätze rund 50 Anmeldungen“, berichtet Anette Hesse. Einen davon ergatterte die neunjährige Paula.

Doch diese Woche endet der Workshop, den die Sozialarbeiterin der Schule Ramsharde zusammen mit den Vereinen Flensburger Jugendring und Flensburger Norden sowie dem Kulturbüro der Stadt für die Grundschüler organisiert hat. Daher ist Paulas Laune bei der Vorstellung der Kunstwerke in der Grundschule leicht getrübt. „Ich fand es echt klasse, weil wir so viele kreative Sachen gemacht haben.“ Dazu gehörte das Basteln und Gestalten von Stabpuppen, Masken und anderen Dingen oder ein Rundgang durch die Schule, um die eigene Umwelt sinnlicher wahrzunehmen. „Den fand ich besonders gut“, sagt Maram (7).

Das hört Samuel Fleps gern. Der Erzieher leitet den außerschulischen Kurs, der einmal wöchentlich je zwei Stunden lang am Nachmittag stattfindet.


Zweiter Workshop startet


„Sinn des Workshops ist nicht, dass die Kinder große künstlerische Werke anfertigen, sondern lernen, ihre Umgebung wie ein Künstler wahrzunehmen und sich in ihrer Kreativität auszuleben.“

Damit umschreibt Fleps seinen Auftrag: kulturelle Bildung bei Kindern aus sogenannten bildungsfernen Schichten zu fördern. Denn für diesen Zweck haben die Schule Ramsharde und ihre Partner für das laufende Schuljahr knapp 12 000 Euro zur Verfügung gestellt bekommen.

Von dem Geld bieten die Schule und ihre Partner neben der Pappmaschee-Werkstatt einen Keramik-Workshop für 20 Kinder mit dem Flensburger Bildhauer Johannes Caspersen an – auch hier lagen die Anmeldezahlen um ein Vielfaches höher. „Zudem können wir so das Proben-Wochenende des Musical-Workshops im Landschulheim Glücksburg finanzieren und müssen nicht Spenden dafür sammeln“, ergänzt Lehrerin Marianne Hasler. An dem Proben-Wochenende im Juni nehmen 76 Grundschüler teil.

Wenn es nach Kulturbüro-Leiter Torge Korff geht, sind solche kulturellen Bildungsangebote künftig keine Ausnahmeerscheinungen. „Ich habe die Hoffnung, dass die Kommunen oder das Land solche Angebote dauerhaft finanziell unterstützen.“ Darüber würden sich auch Paula und die übrigen Teilnehmer des Pappmaschee-Workshops freuen. Für sie steht fest: „Es hat viel Spaß gemacht.“

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