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Schwennaubrücke Glücksburg : Annäherung im Brückenstreit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Drei Wochen lang war die Schwennaubrücke komplett gesperrt. Die Stadt will nun eine Fahrzeugnutzung prüfen lassen.

Das Verfahren zwischen Campingplatzbetreiber Reinhard Skall und der Stadt Glücksburg ist eingestellt worden, wie Bürgermeisterin Kristina Franke gestern im Bauausschuss bestätigte. Skall hatte gegen die von der Stadt im vorigen Jahr vorgenommene Brückensperrung geklagt. Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Schleswig lag die Sperrung nicht in der Zuständigkeit der Stadt. „Wir werden wohl die Kosten des Verfahrens tragen“, sagte Franke, der noch kein offizieller Bescheid des Gerichts vorliegt.

Das Vorgehen der Stadt im Fall „Schwennaubrücke“ hatte den Campingplatzbetreiber irritiert, hatte die Stadt unter Verwaltungsleitung des damaligen Stadtrats John Witt doch den Überweg ohne Vorankündigung gesperrt und so den Zugang zum hinteren Teil des Platzes und einen Teil der wirtschaftlichen Grundlage Skalls genommen. Offiziell hätte kein Fahrzeug mehr die Wiesen verlassen können. Die Kommunikation zwischen Betreiber und Stadt war gestört.

Witts Nachfolgerin, Bürgermeisterin Franke, hat nun das Gespräch mit Reinhard Skall, dessen Vertrag mit der Stadt bis 2066 läuft, gesucht. Der lenkte ein und traf sich am Dienstag mit der Verwaltungschefin. „Wir sind im Dialog, was mich sehr freut“, sagte Franke hinterher.

Ein erstes Ergebnis der Zusammenkunft: Die Stadt wird laut Franke die Brücke erneut für die Nutzung durch Fahrzeuge prüfen lassen. Begründung der Bürgermeisterin: „Damit der Pächter sein Geschäft für eine gewisse Zeit weiterbetreiben kann.“ Skall war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

An dem Gespräch nahm auch Christoph Koeppen teil. Der Hamburger Investor will auf dem angrenzenden Schwennauhof mindestens 20 hochwertige Ferienhäuser bauen (wir berichteten) und hat den angrenzenden Campingplatz durch sein zuständiges Architektenbüro in Leipzig gleich mit überplanen lassen. Koeppen will das Gelände zu einer öffentlich zugänglichen parkähnlichen Anlage mit Gastronomiebetrieb machen. Der Investor war telefonisch nicht zu erreichen. Er ließ durch Julia Jaskulla vom Leipziger Planungsbüro mitteilen: „Es wird nichts passieren, so lange Stadt und Campingplatzbetreiber sich nicht geeinigt haben.“ Wegen eines Verfahrensfehlers – umweltrelevante Informationen waren nicht gelistet worden – müssen Bebauungs- und Flächennutzungsplan erneut ausgelegt werden.

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