Flensburg : Angriff auf Tankwartin: 31-jähriger Flensburger zwangseingewiesen

Schock in der Nacht: Die Angestellte einer Flensburger Tankstelle wird Opfer eines Überfalls. Ein Mann will sie zwingen, ihn zu operieren.

shz.de von
10. Juni 2014, 15:47 Uhr

Flensburg | Er zwang sie aus dem Verkaufsraum, schlug sie und trat dann außerhalb des Gebäudes mehrfach auf die Frau ein: Gegen 2 Uhr in der Nacht zu Dienstag hatte ein Flensburger die 43-jährige Angestellte in einer Tankstelle in der Mürwiker Straße im Verkaufsraum überfallen. Er hatte die Frau zunächst aufgefordert, an ihm eine medizinische Operation vorzunehmen. Als sie dies ablehnte, bewarf der Mann die Angestellte mit Verkaufsartikeln und bedrohte sie mit einem Messer.

Nachdem die 43-Jährige aufgrund der Schläge und Tritte zu Boden ging, ließ der Angreifer von ihr ab und flüchtete.

Die alarmierten Polizeibeamten konnten den Angreifer, einen 31-jährigen Flensburger, aufgrund der genauen Personenbeschreibung schnell in der Nähe des Tatorts festnehmen. Der Mann zeigte sich auch gegenüber den Beamten auffällig stimmungsschwankend und aggressiv. Sie fixierten ihn und brachten den Mann zur Wache. Wegen des Verdachts auf Rauschmittelkonsum sicherten sie eine Blutprobe gegen den Willen des aggressiven Flensburgers.

Der zwischenzeitlich alarmierte sozialpsychiatrische Dienst ordnete auf dem Polizeirevier die Zwangseinweisung des 31-Jährigen an. Ein Krankenwagen brachte den Mann unter polizeilicher Begleitung in eine Klinik. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet.

Die 43-Jährige erlitt ersten Erkenntnissen zur Folge leichte Verletzungen und entsprechenden psychischen Schock. Sie begab sich auf eigenen Wunsch selbständig in ärztliche Behandlung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen