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Flensburger Tageblatt

25. September 2017 | 00:57 Uhr

Sörup : Angeln auf dem Fahrrad erkunden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gebietsgemeinschaft „Grünes Binnenland“ will Angebote für Radtouristen stärken.

Die Gemeinde Sörup will für Radtouristen im Verbund der Gebietsgemeinschaft „Grünes Binnenland“ attraktiver werden. „Grünes Binnenland“-Geschäftsführerin Marianne Budach hatte dazu die Tourismusexperten Carmen Frey, Diedrich Petersen, Claus Ruthenberg und Friedrich Martens vom Söruper Touristikverein zu einem Informationsgespräch in den Söruper Hof geladen.

Marianne Budach betonte vor den Söruper Tourismusexperten die steigende Nachfrage von Radtouristen. Durch das E-Bike machen sich immer mehr Senioren mit dem Rad auf den Weg. Die örtlichen Tourismusorganisationen und Vermieter sind aufgefordert, den Stellenwert des Rad-Tourismus zu erkennen und die Quartiere für dieses Klientel zu gestalten. Dazu gehört ein gesicherter Abstellplatz für die teils sehr hochwertigen E-Bikes. Sörups Tourismus-Geschäftsführer Friedrich Martens klagte über mangelnde Flexibilität im Gastgewerbe. So sei es für den Urlaubsgast sehr unbefriedigend, wenn viele Gastronomiebetriebe am Wochenanfang geschlossen sind. Budach lobte die Bemühungen des Kreises, eine einheitliche Beschilderung der Radwege umzusetzen und forderte die Gemeinden auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

Radtouristen stehen bei Vermietern im Ruf, oftmals lediglich eine Übernachtung zu buchen, was für die Vermieter einen hohen Aufwand bedeutet. Aus diesem Grund will das Land Maßnahmen fördern, die zu einer längeren Verweildauer an einem Ort führen. Das „Grüne Binnenland“ hat dazu ein Konzept entwickelt, das Rundrundtouren an Radfernwege koppelt. In Zusammenarbeit mit den Söruper Touristikern wurden vier Rundtouren ausgesucht, die von Claus Ruthenberg ausgearbeitet wurden. Eine Radtour über 21,5 Kilometer mit dem Namen „Zwei Seen-Tour“ führt am Südensee vorbei rund um den Winderatter See mit Besichtigung des Apfelmuseums in Winderatt und des Ziegenkäsebetriebes Jahnke. Eine weitere Tour über 51,4 Kilometer mit dem Namen „Zu den Kirchen in Angeln“ steuert sieben Kirchen in der Region an. Diese Tour soll besonders Rad-Touristen ansprechen, die sich für Kirchengeschichte und -architektur interessieren. Eine kürzere Kirchentour ist 30,8 Kilometer lang. Eine weitere Tour mit dem Titel „Über den Scheersberg an die Flensburger Förde“ führt 30,8 Kilometer über gut ausgebaute Radwege von Sörup an der Ostseeküsten entlang.

Das Büro „Lebenstraum – Zukunft“ aus Eckernförde ist mit der Ausarbeitung der Touren beauftragt worden und soll auch die GPS-Daten einarbeiten. „Unser Ziel ist, den Touristen die Schönheit der Landschaft nahe zu bringen, ihnen aber auch die kulturelle Vielfalt der Region zu zeigen“, unterstrich der Vorsitzende des Söruper Touristikvereins Diedrich Petersen. Für die nächste Saison will die Tourismus Organisation diese Radangebote in ihr Vermarktungsprogramm zusätzlich aufnehmen und damit das bereits im Angebot befindliche Rad-Tourismus-Programm ergänzen.


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