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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:28 Uhr

Amt wird weiter ehrenamtlich geleitet

vom

Einführung einer hauptamtlichen Verwaltung in Mittelangeln ist vom Tisch / Ausschuss verzichtet auf öffentliche Aussprache - zum Ärger der Zuschauer

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Mittelangeln | "Das war keine kommunalpolitische Sternstunde", murrte ein Besucher der Amtsausschusssitzung Mittelangeln. Damit meinte er nicht den Beschluss, das Amt auch in Zukunft ehrenamtlich zu leiten, sondern den Verlauf der Sitzung und das Zustandekommen eben dieses Beschlusses. Die zwölf Amtsausschussmitglieder - sechs aus Mittelangeln, fünf aus Sörup und der Bürgermeister aus Schnarup-Thumby - waren vollzählig erschienen. Sie mussten schon beim Tagesordnungspunkt "Einwohnerfragestunde" erleben, dass ihre Sitzung aus den Fugen geriet, als Besucher zur Einführung einer hauptamtlichen Verwaltung persönliche Stellungnahmen abgaben. So erinnerte Rüdes ehemaliger Bürgermeister Kai Hansen an das Versprechen der Politiker, das Amt weiterhin ehrenamtlich zu führen und eine hauptamtliche Besetzung des Bürgermeisteramtes erst im Rahmen einer großen Fusion einschließlich Sörup in Erwägung zu ziehen. Erst der diskrete Hinweis des leitenden Verwaltungsbeamten, Ingo Bork, an Amtsvorsteher Helmut Wacker, dass Fragestunden nicht zur Abgabe persönlicher Meinungen zu einem Tagesordnungsthema genutzt werden dürfen, beendete diese einleitende Diskussion.

Der Amtsvorsteher informierte im Anschluss die Versammlung darüber, dass im Vorfeld bereits eine nicht öffentliche Sitzung stattgefunden habe, um das Thema hauptamtliche Verwaltung intern zu diskutieren. Nachdem Rainer Thomsen noch einmal auf die Haftungsfrage eingegangen war, wies der Amtsvorsteher darauf hin, dass alle Fakten in der internen Sitzung behandelt worden wären - und stellte weiteren Beratungsbedarf in Frage. Eine Vorgehensweise, die Matz Matzen als Versuch qualifizierte, eine erneute Diskussion im Amtsausschuss abzuwürgen. Die darauf erfolgte Abstimmung, ohne weitere Stellungnahmen der Politiker, ergab sieben Stimmen für eine Fortführung der ehrenamtlichen Leitung des Amtes und fünf Stimmen der Söruper Vertreter für eine hauptamtliche Leitung des Amtes.

Rainer Thomsen, der sich auf der konstituierenden Sitzung zum stellvertretenden Amtsvorsteher hatte wählen lassen, nahm den Beschluss zum Anlass, sein Amt niederzulegen. Seine Begründung: Er wolle für Beschlüsse des Amtsausschusses nicht die Haftung tragen.

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