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Flensburger Tageblatt

24. November 2017 | 02:59 Uhr

Hürup : Amt rüstet bei Datensicherheit auf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Amtsausschuss gibt grünes Licht für Investitionen von bis zu 110 000 Euro. Die Feuerwehr erhält akkubetriebene Rettungsgeräte.

Hürup | Mögliche Hackerangriffe auf die Datensysteme sind auch in Hürup zum Thema geworden. Veraltete Software und ungenügende Serviceleistungen des aktuellen Anbieters lassen die Alarmglocken beim leitenden Verwaltungsbeamten, Hans-Werner Pöhlmann, schrillen. Er erläuterte dem Amtsausschuss und Amtsvorsteher Jan-Nils Klindt die akute Notwendigkeit, die Maßnahmen zur Sicherung und Speicherung sensibler Verwaltungsdaten zu verstärken. Der Ausschuss ebnete den Weg für Verhandlungen mit neuen Vertragspartnern. Die jährlich wiederkehrenden Kosten für eine externe Datensicherung sowie die Wartungsübertragung an IT-Spezialisten für das komplette Betreuungspaket werden auf 70  000 bis 110  000 Euro geschätzt.

Ein grundlegendes Problem beim Buchen der Haushaltsdaten offenbarte auch der Amtskämmerer Henning Lorenzen. Die technische Ausstattung in der Finanzabteilung sei veraltet und nicht mehr marktüblicher Standard. Hinzu komme eine große Unzufriedenheit bei der Zusammenarbeit mit dem bisherigen Dienstleister. Der Ausschuss folgte einstimmig der Empfehlung der Amtsverwaltung, das Softwareprogramm und den Anbieter 2019 zu wechseln. Die Investitionskosten belaufen sich auf 52  000 Euro, verteilt auf zwei Haushaltsjahre, und ab 2019 wird die jährliche Summe für die Softwarepflege um 4000 Euro auf insgesamt 11  000 Euro erhöht.

Für mehr Transparenz und eine vereinfachte – für Gemeindevertreter und Bürger leichter verständliche – Darstellung von Doppik-Haushaltsplänen soll die Einführung des „Interkommunalen Vergleichssystems (IKVS)“ sorgen. Zudem könne die Browser-Anwendung eigene Finanzdaten mit anderen statistischen Erhebungen, zum Beispiel Einwohnerdaten, kombinieren, erklärte der Kämmerer. Durch den sogenannten „Interaktiven Haushalt“ ließen sich Diagramme und Auswertungen von Kennzahlen anschaulich abbilden. Außer dem einmaligen Bereitstellungspreis von 1000 Euro fallen jährliche Gebühren von 2550 Euro an.

Erfreut nahmen die Ausschussvertreter zur Kenntnis, dass die 2016 durchgeführte überörtliche Kassenprüfung durch das Gemeindeprüfungsamt bis auf wenige, unbedeutende Formalien keine Beanstandungen ergeben hatte.

Lorenzen stellte auch das neue Abrechnungssystem zur Verteilung der Kosten des Amtsbauhofes auf die einzelnen Gemeinden vor. Durch die neue Technik können nun sowohl die tatsächlichen Arbeitsstunden der Mitarbeiter als auch die Stundensätze pro Gerät jeder Kommune genau zugeordnet werden.

Auf Antrag von Amtswehrführer Michael Carstensen wird die Anschaffung einer neuen Rettungsschere mit Spreizer und Zubehör gebilligt. Die akkubetriebenen Geräte werden im Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Hürup-Weseby installiert, die als Schwerpunktwehr für die Technische Hilfeleistung im Amt federführend ist. Ausschlaggebend für den Beschluss waren der Wegfall der regelmäßigen Wartungskosten, unter anderem für den Austausch der Schläuche, die leichtere Handhabung und die stärkere Leistung im Vergleich zum alten Equipment. Die Kosten belaufen sich auf rund 30  000 Euro abzüglich eines Zuschusses aus der Feuerschutzsteuer.

Weiterhin genehmigte der Ausschuss dem Feuerwehrorchester Husby einen Zuschuss von 2000 Euro für die Anschaffung eines Schlagzeuges und stimmte einer neuen Vereinbarung zur Wohnraumentwicklung im ersten und zweiten Siedlungsring in der Region Flensburg zu, sofern die veränderten Bedürfnisse und Interessen der Gemeinden ausreichend Berücksichtigung finden.

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