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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 22:54 Uhr

Ammoniak-Alarm in der Diako

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In dem Flensburger Krankenhaus trat am Dienstagabend giftiges Gas aus / 60 Feuerwehrleute waren bis in die Nacht im Einsatz

Großeinsatz am Dienstagabend in der Flensburger Diako: In einem Raum für Kühltechnik war aus noch unbekannter Ursache eine kleine Menge Ammoniak ausgetreten. Als die Mitarbeiter den stechenden Geruch bemerkten, handelten sie geistesgegenwärtig und schlossen alle Türen in dem betroffenen Bereich, bevor sie die Feuerwehr alarmierten. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand – die Feuerwehr war jedoch bis in die Nacht im Einsatz.

Der Zwischenfall wurde gegen 22.45 Uhr durch Mitarbeiter des Krankenhauses bemerkt, die auch den Alarm auslösten. In einem Technikraum, in dem unter anderem Leitungen der Klimaanlage verlaufen, war nach Angaben von Berufsfeuerwehr-Chef Carsten Herzog vermutlich eine kleinere Menge Ammoniak, dass als Kühlmittel dient, ausgetreten. „Glücklicherweise war die Anlage für Wartungsarbeiten aber ohnehin abgeschaltet, sodass sich kein Ammoniak über die Lüftung im Gebäude verbreiten konnte“, zeigt er sich erleichtert. Dadurch, dass die Mitarbeiter sofort alle Türen in dem betroffenen Bereich geschlossen hatten, konnte zudem eine Ausbreitung über die Flure verhindert werden. Um jedoch auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein und um auch ausreichend Spezialgerät an die Einsatzstelle zu schaffen, wurde Großalarm ausgelöst. Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr wurden zwei Freiwillige Feuerwehren sowie der Leitende Notarzt alarmiert. Zudem mussten auch dienstfreie Kräfte der Feuerwehr alarmiert werden, um die Wache für weitere Einsätze zu besetzen. „Allein an der Einsatzstelle waren wir mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort“, so Carsten Herzog.

Um das Leck in der Kühlanlage aufzuspüren, gingen mehrere Trupps der Feuerwehr in speziellen Chemikalien-Schutzanzügen unter Atemschutz in den Kühlraum. Zudem nahmen sie Messungen der Ammoniakkonzentration in der Luft vor. „Außerhalb dieses Raumes war aber keine erhöhte Konzentration feststellbar“, so Herzog.

Die Einsatzkräfte konnten die vermutlich leckgeschlagene Leitung zunächst verschließen. Danach begaben sich die Kräfte noch einmal auf die Suche nach der Leckage. „Vermutlich handelt es sich aber um eine sehr kleine Leckstelle – es ist fraglich, ob wir diese überhaupt finden können“, erklärt Carsten Herzog. Anschließend wurde der Raum dann noch mit Spezialgerät entlüftet. Die mit Ammoniak verunreinigte Luft wurde mit einer speziellen Pumpe und langen Schläuchen ins Freie befördert, um ein Eindringen des übelriechenden Gases in das Krankenhaus zu verhindern.
Eine Gefahr für die Patienten hat nach Angaben von Einsatzleiter Herzog und dem kaufmännischen Leiter des Krankenhause, Karl-Heinz Vorwig, jedoch zu keiner Zeit bestanden. „Die Mitarbeiter haben wirklich vorbildlich reagiert“, waren sich beide einig.

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