zur Navigation springen

Verkehrssicherheitsbericht 2012 : Am Neumarkt kracht es am häufigsten

vom

Zahl der Unfälle geht zurück, Zahl der Verletzten nicht / Hohes Verletzungsrisiko bei Radfahrern

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 06:36 Uhr

Flensburg | Jeden Tag kracht es im Schnitt 5,55 Mal in der Stadt. Das macht 2029 Verkehrsunfälle im Jahr 2012 - immerhin 5,7 Prozent weniger als 2011. Eine Zahl freut die Polizei besonders, die gestern den Verkehrssicherheitsbericht 2012 veröffentlichte. Es ist die Null. Erneut gab es im vergangenen Jahr keinen Verkehrstoten in Flensburg; im Kreisgebiet starben hingegen zwölf Menschen bei Unfällen.

Der mit Abstand übelste Unfallschwerpunkt der Stadt ist der Neumarkt. Hier registrierte die Polizei insgesamt 18 Unfälle, die nicht immer glimpflich abliefen: Es gab 14 verletzte Personen, darunter eine schwer verletzte. Weitere Schwerpunkte sind die Zob-Kreuzung und die stark frequentierte Kreuzung Am Friedenshügel / Zur Exe / Marienallee, gefolgt von der Abfahrt Zentrum der B 200 und den Kreuzungen Husumer Straße / Ochsenweg, Harrisleer Straße / B 200 / Steinkamp und Schützenkuhle / Zur Exe.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 403 Verletzte gezählt; das sind nur drei mehr als im Jahr davor. Damit blieben vier von fünf Unfällen ohne Verletzte. Wer allerdings als Radfahrer in einen Unfall verwickelt wird, kommt da in der Regel kaum ohne Schrammen heraus: Bei insgesamt 107 registrierten Unfällen mit Radfahrern, an denen insgesamt 113 Radfahrer beteiligt waren, gab es 106 Verletzte. An den meisten Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt waren, hatten diese keine Schuld. Apropos Radfahrer: In diesem Jahr wird auch die Polizeidirektion Flensburg das landesweite Thema "Radfahrer als Täter und Opfer" als Schwerpunktthema der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit behandeln. So sollen die Kontrollen im Hinblick auf die Benutzung der richtigen Fahrbahnseite intensiviert werden, um auf diese Weise der Hauptunfallursache "Fehler beim Einbiegen/ Abbiegen" im Konflikt Kfz - Radfahrer zu begegnen. "Ziel sind allerdings nicht nur Radfahrer, sondern ebenso die Kraftfahrzeugführer", heißt es im Unfallbericht.

Die Zahlen der Verkehrsunfälle unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluss blieben 2012 ebenfalls nahezu gleich. Allerdings gab es hier neun Prozent weniger Verletzte bei diesen Verkehrsunfällen. Fast hundert Mal musste die Polizei bei Alkoholkontrollen den Probanden die absolute Fahruntüchtigkeit bescheinigen: 95 Mal war das Ergebnis der Atemalkoholkontrolle größer als 1,1 Promille. Den traurigen Rekord hält ein Autofahrer, der sage und schreibe 3,5 Promille Alkohol im Blut hatte.

Die drei häufigsten Unfallursachen sind wie im Vorjahr die Missachtung der Vorfahrt, Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Die besonderen Witterungsverhältnisse in den Wintermonaten haben offensichtlich nach wie vor keinen signifikanten Einfluss auf die Unfallzahlen. Und die Zahl der Wildunfälle im Stadtgebiet ist mit 68 im Vergleich zu 89 aus dem Vorjahr rückläufig.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen