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Norderstraße 41-45 : Am alten Roxy wächst neues Leben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

21 neue Wohnungen baut Hermann Höft für die wachsende Stadt Flensburg. Im Sommer 2014 sollen sie bezugsfertig sein.

Das Roxy an der Norderstraße – Diskothekengänger der 80er- und 90er-Jahre erinnern da zuallerst wummernde Bässe in einem dunklen alten Kinosaal. Der gebürtige Flensburger Hermann Höft erinnert sich sogar noch daran, wie er hier als 15-Jähriger im Kino gewesen war. Dass er sich jetzt in der jahrelang klaffenden Baulücke des früheren Roxy engagiert, habe aber eher mit anderen Dingen zu tun: „Für die wachsende Stadt Flensburg und den Zuzug, den wir seit einiger Zeit beobachten, ist günstiges Wohnen in der Innenstadt ein wichtiger Punkt“, sagt Höft. Auf der Suche nach guten innerstädtischen Lagen sei er auf diese „total lauschige Ecke“ gestoßen.

Wer das künftige Torhaus Norderstraße 45 mit Durchfahrt zum Hinterhaus mit Tiefgarage passiert, blickt in der Tat in Richtung Westen auf die herbstlich grün-bunten Hänge hoch Richtung Duburg. Zwischen anderthalb und vier Zimmer groß sind die künftigen Wohnungen in Tor- und dreigeschossigem Hinterhaus. 21 neue Wohnungen entstehen hier – plus die Sanierung der beiden bestehenden Häuser nebenan. Zum Komplex von Höfts Norderstraßen-Engagement gehört auch das rote Fachwerkhaus Nummer 43 – ein Gebäude aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, das zu den ältesten erhaltenen Häusern der Stadt gehören dürfte, wie der Bauunternehmer vermutet. Und ein Backstein-Anbau aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, der jedenfalls auf der Rückseite durch eine kurios-schlanke Architektur auffällt. „Wir haben den Standort ausgesucht wegen der Lage“, erläutert Höft. Zahlreiche der großen Arbeitgeber der Stadt findet man von hier aus fast in Fußentfernung: Die beiden großen Krankenhäuser, Arbeits- und Finanzamt und Richtung Norden Fahrzeugbau-Gesellschaft, Stadtwerke und Werft.

Hermann Höft berichtet von einem kritisch-interessierten Publikum in der Nachbarschaft. Polier Peter Fries hat rund um die Baustelle mitbekommen, dass es hier an der Norderstraße eine ganz eingeschworene Gemeinschaft gebe: „Das ist schon ein netter Haufen“, sagt Fries.

„Das Beste, das man gegen steigende Mieten tun kann, ist bauen“, findet Höft. Neubau im sozialen Wohnungsbau bedeuten Kaltmieten von 5,20 Euro pro Quadratmeter. Im Sommer 2014 könnte zwischen Norderstraße 41 und 45 eingezogen werden. Höft erklärt, solche Engagements sehe man langfristig. Und seine Tochter Hanna ergänzt: Vor allem haben wir zufriedene Mieter.“

Rund 180 Mietwohnungen hat das Bauunternehmen Höft in den vergangenen zwei Jahren in Flensburg hochgezogen – allein 80 davon öffentlich gefördert. Dazu zählt auch der im April bezogene Komplex zwischen Ölmühle und Margarethenplatz an der Wilhelmstraße 50 Wohnungen, davon 33 öffentlich geförderte für ein breites Publikum vom Studenten bis zum Rentner. Oder am Mürwiker Marrensdamm: 80 Wohnungen für Senioren, zwei Drittel davon sozial gefördert.

 

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erstellt am 28.Okt.2013 | 07:59 Uhr

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