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Tourismus in Glücksburg : Altes Intermar: Das Hotel wird wiederbelebt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Architekt präsentiert Konzept der Intermar-Holding mit 110 Hotelzimmern, zehn Suiten und neuer Fassade.

Flensburg | Zum ersten Mal und sechs Jahre nach Unterzeichnung des Kaufvertrags stellte der neue Mehrheitseigner vom Intermar konkrete Pläne für den touristischen Hotspot im Glücksburger Kurzentrum vor: Dort sollen zehn größere Suiten entstehen und 110 modernisierte Hotelzimmer. Der Bauausschuss gab bereits nach einer halben Stunde seinen Segen. Befürchtungen, wonach neue Eigentumswohnungen für Selbstnutzer entstehen können, gab es nicht mehr.

Die Intermar-Holding von Herman und Stefan Densch hatte ihren Architekten zur Präsentation geschickt. Ulrich Huber berichtete über die künftige Gestaltung von Erdgeschoss, erstem Obergeschoss und Dachgeschoss in der sechsten Etage.

Der Eingang bleibt an derselben Stelle, soll jedoch eine „saubere Architektur“ erhalten, wie der Architekt ausführte. Das Foyer wird die Rezeption und einen Beauty-Bereich erhalten. Ein Restaurant für 120 Gäste mit Erweiterungsmöglichkeit für weitere 40 Gäste wird sich anschließen, ebenso Küche und rückwärtig ein Tagungsraum mit 180 Plätzen. Das ehemalige Schwimmbad, die Restaurants „Dampfer“ und „Seglerbörse“ bleiben vorerst unberührt.

Es werde einen Betreiber für das Hotel und einen für das Restaurant geben. Die Verhandlungen mit einem Restaurant-Betreiber seien „sehr konkret“. Es handele sich um jemanden, der für „moderne, zeitgemäße Gastronomie“ stehe. „Ich bin fest davon überzeugt, dass damit der Knoten platzt und das Intermar zum ersten Haus am Platze wird“, sagte Huber. Insgesamt peile man für das Hotel die Kategorie „Drei Sterne plus“ an.

Besorgte Nachfragen seitens der Stadt, ob die Trennung von Gastronomie und Hotel denn überhaupt zu einem einheitlichen Hotelbetrieb führen könne – eine Bedingung der Stadt – zerstreute Huber: „Die müssen nebeneinander leben. Das schafft Synergieeffekte.“ Einen Betreiber für beide Bereiche zu finden, sei „in so einem Schweizer Käse“ wie dem Intermar schwer, ergänzte Huber in Hinblick auf 50 Zimmer, die rund 40 einzelnen Privatpersonen gehören und verstreut über das Gebäude liegen. Die 110 Zimmer im Eigentum der Holding, verteilt auf die Stockwerke 2 bis 5, sollen ab diesem Jahr renoviert werden.

Im Inneren wird bereits modernisiert. Nachdem die Stadt zugestimmt hat, soll auch die Fassade erneuert werden.
Im Inneren wird bereits modernisiert. Nachdem die Stadt zugestimmt hat, soll auch die Fassade erneuert werden. Foto: Michael Staudt
 

Im ersten Obergeschoss plant die Holding anstelle der bisherigen Veranstaltungsräume zehn Suiten mit zwei bis drei Zimmern und Kochpantrys, jeweils zwischen 70 und 110 Quadratmeter groß. Die Größe ergebe sich durch die Tiefe des Gebäudes und den Umstand, dass das Licht nur von einer Seite hinein falle. Die Suiten sollen ebenfalls über die Hotelrezeption vermietet werden. Mit dieser Aussage trat Huber Befürchtungen seitens der Stadt entgegen, dass dort weitere Eigentumswohnungen für Selbstnutzer entstehen könnten.

Drei Wohnungen für die Betriebsleitung sind im Gebäude vorgesehen. Eine davon liegt als Penthouse im obersten Stock und ist für den jüngeren der Gesellschafter reserviert, teilte Huber mit. Fensterfronten werden im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss neu gestaltet. Als Fassade stellt sich der Architekt eine Verblendung mit kupferfarbenen Mehrschichtplatten vor. Diese und weitere Brandschutzmaßnahmen müssten aber in einer Eigentümerversammlung im März noch diskutiert werden. Alle Arbeiten sollen aber nach Möglichkeit noch in diesem Jahr beginnen.

Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung gab der Bauausschuss sein gemeindliches Einvernehmen für die Bauanträge. Das Kreisbauamt in Schleswig habe ebenfalls keine Einwände, sagte Glücksburgs Bauamtsleiter Johannes Volpert.

Einige der Eigentümer einzelner Intermar-Wohnungen, die die Abstimmung verfolgt hatten, bekundeten ihre Zustimmung zu den Plänen.

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erstellt am 24.Feb.2017 | 05:37 Uhr

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