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Munkbrarup : Als Pastor kehrt Hans Lorenzen zurück

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In Munkbrarup getauft und konfirmiert wird der Geistliche am Sonntag offiziell ins Amt eingeführt.

Munkbrarup | Viele Jahre Erfahrung im pastoralen Dienst hat Hans Lorenzen, seit Anfang April neuer Pastor in Munkbrarup. „Das möchte ich nutzen und davon etwas in meinen letzten Amtsjahren ‚zuhause‘ weitergeben.“ Denn mit seinem Dienstantritt kehrte Lorenzen zu seinen Wurzeln zurück: In der Kirche in Munkbrarup wurde er getauft und konfirmiert. In einem Gottesdienst wird Lorenzen morgen offiziell in sein neues Amt eingeführt.

Eigentlich war Lorenzen davon ausgegangen, bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2022 bei seiner bisherigen Stelle in Hennstedt in Dithmarschen tätig zu sein, die er 1989 antrat und in die er 1993 eingeführt worden war. „Doch dann kam alles anders“, sagt Lorenzen. „Angeln bot sich an, Munkbrarup rief!“ Zudem hatte er für die Zeit seines Ruhestandes in Glücksburg schon eine Wohnung gekauft, die er jetzt bezogen hat. „Alles passte zusammen. Gottes Wege sind unerforschlich – und manchmal liegen sie klar vor einem.“

In Munkbrarup war er sofort voll eingespannt mit Gottesdiensten, Trauerfeiern, hohen runden Geburtstagen und Ehejubiläen. Hinzu kamen erste Kontakte zu Kindergarten, Schule, politischer Gemeinde und Flüchtlingen vor Ort.

Um deutliche Strukturen zu schaffen, übernahm Lorenzen von Pastor Norbert Siemen aus Glücksburg das zur Kirchengemeinde Munkbrarup gehörende Wees. Aus dem Kreis der im dortigen neuen Wohngebiet „Lundsmoor“ lebenden jungen Familien gab es bereits zahlreiche Taufen. Verstärkt möchte der Pastor auch die plattdeutsche Sprache in den Gottesdienst einbringen. Für den Konfirmandenunterricht bietet er ein neues Modell an: einjähriger Unterricht mit zwei Stunden pro Woche und einer gemeinsamen Freizeit.

Hans Lorenzen wurde 1957 in Ulstrup geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend auf dem elterlichen Bauernhof im benachbarten Ringsberger Ortsteil Ranmark. Über die Volks- und Dörfergemeinschaftsschule in Munkbrarup und die Handelsschule in Flensburg führte ihn der Weg zum Wirtschaftsgymnasium, wo er 1978 das Abitur ablegte. Während dieser Zeit war er schon in der kirchlichen Gemeindearbeit tätig, im Posaunenchor, in der Jugendarbeit und bei gottesdienstlichen Aufgaben. „Daraus entwickelte sich bei mir der Berufswunsch: Gemeindepastor“, erinnert sich Lorenzen. Nach dem Theologiestudium in Kiel und Tübingen folgten 1986/87 ein Jahr als Praktikant in Wilster sowie das Vikariat in Nordfriesland. 1989 wechselte er schließlich nach Dithmarschen.

Nach Möglichkeit will Lorenzen jeden Vormittag im Munkbraruper Kirchenbüro präsent sein. Dank seiner Herkunft wüssten alle ihn einzuordnen. „Das erleichtert den Zugang zu den Menschen, setzt aber auch hohe Erwartungen in meine Person!“ Der Pastor hat bereits gemerkt, dass die umfangreiche Arbeit ihm wenig eigene Zeit lässt. „Ohne Muße und Inspiration fehlt aber die schöpferische Kraft für meinen Beruf.“ Zu bedenken sei auch die Vakanz in der benachbarten Kirchengemeinde Grundhof, wo er bereits vertretungsweise tätig war.

Der morgige Gottesdienst zu Lorenzens Einführung beginnt um 14 Uhr in der St.-Laurentius-Kirche.

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