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Flensburger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 20:32 Uhr

Alpine Nordlichter im Bergfieber

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Alpinisten feiern Jubiläum / Mit 60 Jahren noch auf die 6000er dieser Welt / Bergidol Kammerlander kommt zum Jubiläum

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 12:40 Uhr

Üble Steigungen gibt es hier schon, richtige Berge kaum. 63,7 Meter – höher kann man in Flensburg nicht steigen, ohne den Erdboden zu verlassen. Auch der höchste Berg des Landes, der Bungsberg, ist für ein echtes Klettererlebnis nicht geeignet. Wie verfällt man als Nordlicht dem Bergfieber, klettert auf 6000er, gibt viel Geld für Ausrüstung und Reisen aus und wird Mitglied im Deutschen Alpenverein? Der hat in Flensburg und Umgebung immerhin 600 aktive Mitglieder. Jetzt wird die Sektion Flensburg 90 Jahre alt. Das nehmen die Flachland-Alpinisten zum Anlass, einen der berühmtesten ihrer Zunft für einen spannenden Vortrag einzuladen. Hans Kammerlander, nach Reinhold Messner die Nummer 2 unter den medienwirksamen Profi-Kletterern, kommt am 31. Oktober für einen Vortrag in den Norden.

Erst spät wurde der Harrisleer Holger Heitmann vom Bergfieber gepackt. Knapp 50 war er, als er 2002 den Artikel „20 Träume, die du noch leben kannst“ las – ausgerechnet im Wartezimmer eines Arztes. In dem Text ging es um die Besteigung des Kilimandscharo durch die Autorin. Wenig später kletterte Heitmann bei einer Reise nach Teneriffa auf den Berg Teide (3718 Meter) und 2004 bei einer Wanderreise in Ladakh einen 5400 hohen Berg. 2006 stand er erstmals auf dem Gipfel eines 6000ers: „Das Bergfieber hatte mich gepackt.“

„Das Bergwandern bietet mir unvergleichliche Erlebnisse, die ich mir durch eigenes Bewegen in der Natur verschaffen kann“, sagt Heitmann, der auch jetzt mit Anfang 60 seine Ambitionen noch nicht aufgibt. Und wenn der Körper bei den wirklich großen Bergen nicht mehr mitspielt, „gibt es ja noch viele wunderschöne Wanderziele in den Alpen und in weiteren europäischen Gebieten.“

Dass das Bergwandern auch im Norden keine reine Männersache ist, zeigt Rosi Gerlich aus dem Vorstand der DAV-Sektion. „Mit jedem Höhenmeter wird das Glücksgefühl größer und werden die Alltagssorgen kleiner“, sagt sie zu ihrer Motivation, auf hohe Berge zu steigen. Der höchste war der Kala Patthar im Himalaja mit 5550 Metern.

Zum Geburtstagsfest am 31. Oktober wird ab 15 Uhr in der Waldorfschule ein offenes Klettern angeboten. Vor dem öffentlichen Vortrag mit Hans Kammerlander gibt es ein internes Festessen. Karten für den Vortrag mit Autogrammstunden gibt es für 15 Euro bei Trekking und mehr (TUM); Große Straße 69 und an der Abendkasse ab 19.30 Uhr.

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