Munkbrarup : Alle Herausforderungen gemeistert

Schulleiter Uwe Weidung (l.) und Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen (r.) mit Beteiligten der ersten Stunde: Lehrer Manfred Schneekloth (v.l.) sowie die damaligen Schüler Holger Otto (heute Hausmeister), Birte Schneekloth und Knut Asmussen.
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Schulleiter Uwe Weidung (l.) und Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen (r.) mit Beteiligten der ersten Stunde: Lehrer Manfred Schneekloth (v.l.) sowie die damaligen Schüler Holger Otto (heute Hausmeister), Birte Schneekloth und Knut Asmussen.

Die Schule Munkbrarup feierte ihren 50. Geburtstag.

shz.de von
03. Juli 2017, 12:30 Uhr

Munkbrarup | Es war der große Umbruch in der schleswig-holsteinischen Schullandschaft Mitte der 1960er Jahre, dem die Schule Munkbrarup ihre heutige Existenz verdankt. Daran erinnerte Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen bei der Feier zu ihrem 50-jährigen Bestehen. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes sei am 4. September 1967 der Unterrichtsbetrieb aufgenommen worden. Bis 1974 seien drei weitere Bauabschnitte gefolgt und insgesamt fünf Millionen D-Mark (etwa 2,5 Millionen Euro) ausgegeben worden.

Die Folge war das Ende für die kleinen Dorfschulen im Einzugsbereich mit Ausnahme von Langballig und die Einführung von Schulbussen. Vorausgegangen war die Gründung eines Schulverbandes als Träger mit allen 17 Gemeinden der damals noch bestehenden beiden Ämter Grundhof und Munkbrarup. 1974 wechselte die Trägerschaft zum neu gebildeten Amt Langballig. Im Laufe der Jahre wurde der Gebäudekomplex energetisch saniert und neuen pädagogischen Anforderungen entsprechend umgebaut.

Schulrätin Gabriele Wiese hob das geänderte Anforderungsprofil an Schulen hervor. „Neben dem Bildungsauftrag kommt der Erziehung von Kindern eine immer stärkere Rolle zu.“ Munkbrarup habe sich stets allen Herausforderungen gestellt und sich von der Dörfergemeinschaftsschule über die Grund- und Hauptschule zur reinen Grundschule mit offenem Ganztagsbetrieb entwickelt. Dabei arbeite sie inklusiv und als Zentrum für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache sowie als Ausbildungsschule für alle Stadien der Lehrerausbildung. Wichtig sei ein konstruktives Miteinander mit Elternschaft und außerschulischen Partnern, betonte Schulrätin Wiese.

Kirsten Marx, Vorsitzende des Fördervereins und stellvertretende Vorsitzende des Schulelternbeirates, verhehlte nicht, dass sich Eltern heute mehr in das Schulleben einmischen. Durch die Berufstätigkeit vieler Mütter hätten sich die familiären Umstände vielfach geändert. Gleichwohl zog sie ein positives Fazit: „Gewöhnliche Dinge machen wir an unserer Schule ungewöhnlich gut!“

Der besondere Dank des Schulleiters Uwe Weidung galt – neben seinem Kollegium – dem Amt Langballig. „Ein positiv eingestellter Schulträger ist unbedingt notwendig, damit eine derartige Schule über Jahre hinweg erfolgreich und nachhaltig arbeiten kann“, sagte er.

Umrahmt wurde die Feierstunde durch eine flott präsentierte Einlage der Schülertanzgruppe und ein liebevoll einstudiertes Theaterstück rund um Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ durch die Klasse 4 b. Den Abschluss des Jubiläums bildete am nächsten Tag ein großes Schulfest mit einem bunten Programm in den beiden Sporthallen.

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