Grundhof : Aktienkauf statt Strafzinszahlung

<p>Um die Finanzierung des evangelischen Kindergartens Langballig laufen derzeit Vertragsverhandlungen zwischen der Kirchengemeinde Grundhof und den vier beteiligten Kommunen.</p>

Um die Finanzierung des evangelischen Kindergartens Langballig laufen derzeit Vertragsverhandlungen zwischen der Kirchengemeinde Grundhof und den vier beteiligten Kommunen.

Grundhof investiert Teile seiner Rücklage in SH Netz AG.

shz.de von
07. März 2018, 12:10 Uhr

Liquide Mittel bringen Kommunen angesichts der derzeitigen Zinslage keinen Ertrag – im Gegenteil. Oftmals sind Strafzinsen fällig. Deshalb beschloss die Gemeindevertretung Grundhof in ihrer jüngsten Sitzung, mit 361 000 Euro etwa die Hälfte ihres sofort verfügbaren Geldes in 75 Aktien der SH Netz AG anzulegen. Daraus ergibt sich eine garantierte jährliche Zinseinnahme von rund 11 400 Euro, die als Ertrag dem Ergebnisplan zugute kommt. In der Folge wird der strukturelle Fehlbetrag, der für 2018 mit 91 200 Euro veranschlagt ist, spürbar abgesenkt.

Die sieben Gemeinden des Amtes Langballig haben die Aufgabe der Tourismusförderung dem Amt übertragen. In fünf von ihnen wird eine Fremdenverkehrsabgabe von denjenigen erhoben, die vom Tourismus profitieren. Dies sind neben Gaststätten auch Beherbergungs- und Gewerbebetriebe. In Grundhof war dies bisher nicht der Fall. Bürgermeister Bernd Wunder warb unter dem Gesichtspunkt der Solidarität nun für die Einführung. Mit Zweidrittelmehrheit schloss sich die Gemeindevertretung seiner Meinung an. Der Erlös der Abgabe, die rückwirkend ab Jahresbeginn erhoben wird, fließt in die touristische Infrastruktur wie die Rettungsstationen in Westerholz und Langballigau. Auch die auswärtigen Rettungsschwimmer der DLRG werden aus diesem Topf entschädigt.


Eine Mitfahrbank für jeden Ortsteil

Um die Finanzierung des evangelischen Kindergartens Langballig laufen derzeit Vertragsverhandlungen zwischen der Kirchengemeinde Grundhof und den vier beteiligten Kommunen. Über eine geringe finanzielle Beteiligung der Kirche besteht laut Bürgermeister mittlerweile Einigkeit. Pastorin Simone Liepolt teilte mit, dass lediglich noch die Frage der Bauunterhaltung offen sei. Ein Vertragsentwurf folge zeitnah.

Im Rahmen des Masterplans Klimaschutz wird demnächst in jedem der drei Ortsteile eine Mitfahrerbank aufgestellt. Einigkeit bestand darin, die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umzustellen.

Als Vorsitzende des Dorf- und Kulturausschusses gab Maja Petersen folgende Termine bekannt: Dorfreinigung am 17. März; Einwohnerversammlung am 22. März; Familienfahrt mit Kanutour auf der Schwesinger Au am 18. August und Seniorennachmittag am 20. September.

Wunder teilte mit, dass die Erschließung des Neubaugebietes im Ortsteil Bönstrup zügig vorangehe und dass die ADAC-Wiking-Rallye am 21. April den südwestlichen Teil der Gemeinde berühren werde.

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