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Flensburger Schülerzeitung : Aktfoto-Satire: Redaktion entschuldigt sich

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

"Keine Absicht, zu Straftaten aufzurufen oder Minderjährige zu Aktfotografie zu animieren"

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 06:52 Uhr

Zweiter Akt: Im Fall der umstrittenen, in der ersten Flensburger Schülerzeitung veröffentlichten Satire „Der ultimative Guide zur Aktfotografie“ hat die Redaktion nach einer internen Sitzung unter Einbeziehung des Stadtschülerrats (Herausgeber) erneut Stellung bezogen. Man entschuldige sich bei den Betroffenen, „die die Intention des Artikels aufgrund mangelnder Kennzeichnung der Satire falsch aufgenommen haben. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt die Absicht, zu Straftaten aufzurufen oder Minderjährige zu Aktfotografie zu animieren“, sagt Chefredakteur Anton Wieland. Vielmehr stehe der Schutzgedanke an erster Stelle. „Das Problem lässt sich weder durch rechtliche Konfrontation noch durch Unterbindung der Publikation lösen“, betont Stadtschülersprecher Jann Karrasch. Er bedauert, dass einige Eltern aus der Anonymität heraus eine Strafanzeige wegen Verbreitung von Kinderpornografie angedroht hätten. „Von ihnen hat niemand mit uns gesprochen. Wir sind nach wie vor zum Dialog bereit.“

Aus Reihen von Schülern habe es überwiegend positive Kritik gegeben, vor allem deshalb, weil das Thema „Sexting“ (Versenden von Nacktbildern) durch den provokanten Beitrag nun die Aufmerksamkeit bekommen habe, die es verdiene. Auch der Rundfunk hat zu dem aktuellen Fall einen Beitrag gesendet. „Aber der Sturm der Entrüstung“, ist sich Jann Karrasch sicher, „wird sich schon bald gelegt haben.“


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