Ahøj: Ein frisches Fest mit Potenzial

Bunte Schiffbrücke:  Das Hafenfest war gut besucht, hat aber noch Luft nach oben.
Bunte Schiffbrücke: Das Hafenfest war gut besucht, hat aber noch Luft nach oben.

Nydamboot, Stand-Up-Paddler, Lichtperformance: Flensburgs neues maritimes Stadtfest setzte eigene Akzente

shz.de von
01. Juli 2018, 19:13 Uhr

Nicht, dass man hungrig bleiben musste und seinen Durst unter der reichlich scheinenden Flensburger Sonne nicht löschen konnte. All das war vier Tage lang natürlich auch möglich bei der Premiere des neuen maritimen Stadtfestes „Flensburg Ahøj“. Doch für die Partyplaner um Tourismuschef Gorm Casper von Taff : war es viel mehr als eine „Sauf- und Freßmeile“.

Allen, die Freitagabend bis 23.15 Uhr ausgeharrt hatten, wird womöglich die Lichtperformance des Hochschule mit den Seglern und Kuttern des Fischereivereins in Erinnerung bleiben. Gorm Caspers berichtet jedenfalls, ihm sei ein Stein vom Herzen gefallen, als der erste Höhepunkt vorbei war: „Der Hafen war voll, die Menschen haben applaudiert und begeistert gepfiffen.“

Auch den dänischen Ruderern des Nydamboot-Nachbaus habe es in Flensburg gut gefallen. Überhaupt hat der Tourismus-Chef viele glückliche und entspannte Gesichter gesehen. Und was für den Erfolg eines deutsch-dänischen Hafenfestes von Bedeutung ist: „Man hat ganz viel Dänisch gehört“. Friederike Schmidt von Taff: „Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, zu zeigen, dass wir eine Region der zwei Kulturen und Sprachen sind.“

Zu den Höhepunkten zählte neben den Stand-Up-Paddlern auch die großen Sprünge der BMX-Artisten der Sportpiraten, die sich nacheinander mit Kunststücken ins Hafenbecken verabschiedeten. Oberbürgermeisterin Simone Lange hofft, dass das seit zwei Jahren vorbereitete neue Hafenfest zur Marke werden kann: „Wenn man Ahøj sagt, soll man wissen, dass Flensburgs Hafenfest gemeint ist.“

Ganz gewiss gibt es auch noch Verbesserungsmöglichkeiten nach der Premiere, abgesehen davon, dass die Hafenpromenade noch mehr Gäste fassen könnte. Vor allem der Kutterkorso, angeführt von der „Gesine“ und Schlepper „Flensburg“, fuhr recht spät und unterbesetzt in den Hafen ein. Wie gesagt: Ein junges Hafenfest muss sich ja auch noch steigern dürfen.

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