Bilanz am Johanniskirchhof : Advent-Hilfe: Flensburger spenden fast 70 000 Euro

Mit vereinten Kräften gegen die Armut: (von links) Diakoniepastor Thomas Nolte, Susanne Kühn (Bürgerfonds-Beirat), Martina Krohn-Haut (Kinderschutzbund), Thomas Russ und Maria-Theresia Schlütter ( beide Stadt), Christiane Dethleffsen (Verein Schutzengel), Horst Bendixen vom Bürgerfonds. Es fehlt Claudia Toporski (Katharinen-Hospiz am Park).
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Mit vereinten Kräften gegen die Armut: (von links) Diakoniepastor Thomas Nolte, Susanne Kühn (Bürgerfonds-Beirat), Martina Krohn-Haut (Kinderschutzbund), Thomas Russ und Maria-Theresia Schlütter ( beide Stadt), Christiane Dethleffsen (Verein Schutzengel), Horst Bendixen vom Bürgerfonds. Es fehlt Claudia Toporski (Katharinen-Hospiz am Park).

579 Einzelpersonen, Unternehmen und Initiativen trugen zum Rekorderlös bei

shz.de von
18. Januar 2018, 06:34 Uhr

Die gemeinsame „Hilfe im Advent“ von Schutzengel, Kinderschutzbund, Katharinen-Hospiz am Park und Bürgerfonds „Flensburg hilft“ von Stadt, Diakonie und Tageblatt schließt mit einem Rekordergebnis ab: 69 352,69 Euro spendeten die Einwohner von Flensburg und der Region für in Not geratene Familien, Kinder, aber auch ältere Menschen in Notlagen. Es ist die höchste Spendensumme, seitdem sich die vier Partner vor vier Jahren gemeinsam zu der Adventsaktion zusammengetan hatten – und das in der mit drei Wochen sehr kurzen Adventszeit.

„Die Hilfe im Advent hat in Flensburg über all die Jahre einen großen Stellenwert bekommen“, erklärte Bürgerfonds-Beirat und Flensburgs früherer Sozialfachbereichsleiter Horst Bendixen: „Wir haben den Bogen richtig gespannt – von der Geburt bis zum Tod, und haben dabei viele Bevölkerungsgruppen im Blick.“ Ähnliche Aktionen selbst in größeren Städten hätten nicht so treue Spender und könnten damit auch nicht so viel bewegen.

„Unser ganz großer Dank geht an die Flensburger und an die Bürger aus der Region, die die Aktion so stark unterstützt haben“, sagt Diakoniepastor Thomas Nolte. Er dankte zugleich der Hospizverwaltung für die gesamte Abwicklung der Aktion samt Spendenbescheinigungen, weshalb die Aktion mit fester Stimme verkünden kann: „Jeder Euro der reinkommt, geht auch als Spende wieder raus.“

Schutzengel-Geschäftsführer Volker Syring, der wie jede der Hilfseinrichtungen mit 17 338,17 Euro Gutes tun kann, erklärt sich den Erfolg so: „Es kommt rüber, dass die Aktion vor Ort wirkt.“

Die Gesamtsumme geht auf 579 Einzelspender, Unternehmen und Initiativen zurück. Wenn es fast 600 Spender gebe und rund 200 Menschen in Notlagen unterstützt werden könnten, fand Flensburgs Sozialfachbereichsleiter Thomas Russ: „Bildlich gesehen kann man sagen: Drei greifen einem unter die Arme.“

Alle vier Organisationen wiesen daraufhin, wie die Spendenaktion nun auch den Start ins Jahr 2018 erleichtere – und versprachen eine neue gemeinsame Aktion im kommenden Dezember. Dass Ausgaben vielfach nicht zu steuern sind, verdeutlichte am eindringlichsten Birgit Rath-Röhlk vom Hospiz: „Man kann den Tod nicht auf die Warteliste setzen.“

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