zur Navigation springen

Rum-Regatta in Flensburg : Admirale und der Teufel: Zehn Fakten über Rum

vom

Wenn in Flensburg einmal jährlich die Rum-Regatta stattfindet, ist die ganze Stadt auf den Beinen. Aber was hat Rum eigentlich mit der Haarwäsche oder dem Teufel zu tun? Hier sind zehn wissenswerte Fakten rund um das Getränk.

Flensburg | Flensburg ist in Feierlaune: Einmal im Jahr, am Himmelfahrtswochenende, steigt in der Fördestadt die internationale Rum-Regatta. Um die 100 historische Schiffe, Kutter und Boote gehen an den Start – aber neben der Regatta scheint auch der Rum eine große Rolle zu spielen. Hier sind zehn wissenswerte Fakten rund um das Getränk.

1. Teufelstöter

Rum hatte zunächst keinen Namen und wurde nur „kill-devil“ (töte den Teufel) genannt. Man war der Ansicht, dass nur diese schäußliche, dunkle Flüssigkeit stark genug sei, um Satan besiegen zu können.
Rum hatte zunächst keinen Namen und wurde nur „kill-devil“ (töte den Teufel) genannt. Man war der Ansicht, dass nur diese schäußliche, dunkle Flüssigkeit stark genug sei, um Satan besiegen zu können. Foto: Imago

Rum hatte zunächst keinen Namen und wurde nur „kill-devil“ (töte den Teufel) genannt. Man war der Ansicht, dass nur diese scheußliche, dunkle Flüssigkeit stark genug sei, um Satan besiegen zu können.

2. Transatlantischer Dreieckshandel

Der transatlantische Dreieckshandel: Schiffe aus Europa fuhren zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert in Richtung Afrika. Dort luden sie Handelswaren wie billige Stoffe und kleine Waffen ab und erhielten als Gegenleistung junge Männer als Sklaven. Diese wurden anschließend in die Karibik gebracht, um auf den Zuckerrohrfeldern zu arbeiten. Der erste Rum wurde den Sklaven dort ausgeschenkt, um sie gefügig zu machen. Mit dem Zuckerrohr machten sich die Schiffe wieder auf in Richtung Europa, auch nach Flensburg.
Der transatlantische Dreieckshandel: Schiffe aus Europa fuhren zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert in Richtung Afrika. Dort luden sie Handelswaren wie billige Stoffe und kleine Waffen ab und erhielten als Gegenleistung junge Männer als Sklaven. Diese wurden anschließend in die Karibik gebracht, um auf den Zuckerrohrfeldern zu arbeiten. Der erste Rum wurde den Sklaven dort ausgeschenkt, um sie gefügig zu machen. Mit dem Zuckerrohr machten sich die Schiffe wieder auf in Richtung Europa, auch nach Flensburg. Foto: Imago

Schiffe aus Europa fuhren zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert in Richtung Afrika. Dort luden sie Handelswaren wie billige Stoffe und kleine Waffen ab und erhielten als Gegenleistung junge Männer als Sklaven. Diese wurden anschließend in die Karibik gebracht, um auf den Zuckerrohrfeldern zu arbeiten. Der erste Rum wurde den Sklaven dort ausgeschenkt, um sie gefügig zu machen. Mit dem Zuckerrohr machten sich die Schiffe wieder auf in Richtung Europa, auch nach Flensburg.

3. Krawall und Remmidemmi

Es gibt zwei Theorien, woher der Rum seinen Namen hat: Man sagt, dass er vom englischen Wort „rumbuillon“ für Aufruhr oder Tumult stammen könnte. Auch der lateinische Begriff „saccharum officinarum“ für Zuckerrohr könnte Namensgeber sein, denn daraus wird Rum gewonnen. 
Es gibt zwei Theorien, woher der Rum seinen Namen hat: Man sagt, dass er vom englischen Wort „rumbuillon“ für Aufruhr oder Tumult stammen könnte. Auch der lateinische Begriff „saccharum officinarum“ für Zuckerrohr könnte Namensgeber sein, denn daraus wird Rum gewonnen.  Foto: Imago

Es gibt zwei Theorien, woher der Rum seinen Namen hat: Man sagt, dass er vom englischen Wort „rumbuillon“ für Aufruhr oder Tumult stammen könnte. Aber auch der lateinische Begriff „saccharum officinarum“ für Zuckerrohr könnte Namensgeber sein, denn daraus wird Rum gewonnen. 

4. Shampoo

Im 19. Jahrhundert soll Rum sogar zur Haarreinigung genutzt worden sein, wegen seiner kräftigenden Wirkung für die Haarwurzeln.
Im 19. Jahrhundert soll Rum sogar zur Haarreinigung genutzt worden sein, wegen seiner kräftigenden Wirkung für die Haarwurzeln. Foto: Imago

Im 19. Jahrhundert soll Rum sogar zur Haarreinigung genutzt worden sein, wegen seiner kräftigenden Wirkung für die Haarwurzeln.

5. Luxus

Der weltweit seltenste und teuerste Rum soll aus der jamaikanischen Brennerei „Wray and Nephew“ kommen. Er wurde 1940 abgefüllt und es soll auf der ganzen Welt gerade einmal vier Flaschen von ihm geben. Eine Flasche kostet umgerechnet um die 40.000 Euro.
Der weltweit seltenste und teuerste Rum soll aus der jamaikanischen Brennerei „Wray and Nephew“ kommen. Er wurde 1940 abgefüllt und es soll auf der ganzen Welt gerade einmal vier Flaschen von ihm geben. Eine Flasche kostet umgerechnet um die 40.000 Euro. Foto: Imago

Der weltweit seltenste und teuerste Rum soll aus der jamaikanischen Brennerei „Wray and Nephew“ kommen. Er wurde 1940 abgefüllt und es soll auf der ganzen Welt gerade einmal vier Flaschen von ihm geben. Eine Flasche kostet umgerechnet um die 40.000 Euro.

6. Konservierung

Die Leiche des britischen Seehelden Admiral Horatio Nelson wurde, als er bei der Schlacht von Trafalgar durch einen Schuß getötet wurde, in Rum gelegt, um den Körper in England bestatten zu können.
Die Leiche des britischen Seehelden Admiral Horatio Nelson wurde, als er bei der Schlacht von Trafalgar durch einen Schuß getötet wurde, in Rum gelegt, um den Körper in England bestatten zu können. Foto: Imago

Die Leiche des britischen Seehelden Admiral Horatio Nelson wurde, als er bei der Schlacht von Trafalgar durch einen Schuss getötet wurde, in Rum gelegt, um den Körper in England bestatten zu können.

7. Marine

Der „Grog“, ein Gemisch aus Wasser und Rum, das mit Zucker verfeinert wird, hat seinen Ursprung in der Royal Navy. Admiral Vernon, der wegen seines Kamelhaarmantel „Old Grogram“ genannt wurde, befahl, dass nur dieser verdünnte Rum an seine Mannschaften ausgeschenkt werden durfte.
Der „Grog“, ein Gemisch aus Wasser und Rum, das mit Zucker verfeinert wird, hat seinen Ursprung in der Royal Navy. Admiral Vernon, der wegen seines Kamelhaarmantel „Old Grogram“ genannt wurde, befahl, dass nur dieser verdünnte Rum an seine Mannschaften ausgeschenkt werden durfte. Foto: dpa

Der „Grog“, ein Gemisch aus Wasser und Rum, das mit Zucker verfeinert wird, hat seinen Ursprung in der Royal Navy. Admiral Vernon, der wegen seines Kamelhaarmantels „Old Grogram“ genannt wurde, befahl, dass nur dieser verdünnte Rum an seine Mannschaften ausgeschenkt werden durfte.

8. Fünf Elemente

Das Wort Punsch für ein Mischgetränk aus Rum und Gewürzen, leitet sich aus dem indischen Wort „pantscha“ ab, das für die Zahl fünf steht. Die Inder sahen in diesem Getränk die fünf Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft und Geist vereint. Zucker stand für die Erde, der Duft der Gewürze für die Luft, der Rum für den Geist.
Das Wort Punsch für ein Mischgetränk aus Rum und Gewürzen, leitet sich aus dem indischen Wort „pantscha“ ab, das für die Zahl fünf steht. Die Inder sahen in diesem Getränk die fünf Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft und Geist vereint. Zucker stand für die Erde, der Duft der Gewürze für die Luft, der Rum für den Geist. Foto: Imago

Das Wort Punsch für ein Mischgetränk aus Rum und Gewürzen, leitet sich aus dem indischen Wort „pantscha“ ab, das für die Zahl fünf steht. Die Inder sahen in diesem Getränk die fünf Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft und Geist vereint. Zucker stand für die Erde, der Duft der Gewürze für die Luft, der Rum für den Geist.

9. Karamel

Seine Bernsteinfarbe bekommt der Rum aus den Holzfässern, in denen er gelagert wird. Um einen einheitlichen Farbton zu erhalten, wird er mit Karamel nach der Lagerung gefärbt. Weißer Rum wird entweder in Stahlbehältern gelagert oder nach dem Reifeprozess durch Aktivkohle
wieder entfärbt.
Seine Bernsteinfarbe bekommt der Rum aus den Holzfässern, in denen er gelagert wird. Um einen einheitlichen Farbton zu erhalten, wird er mit Karamel nach der Lagerung gefärbt. Weißer Rum wird entweder in Stahlbehältern gelagert oder nach dem Reifeprozess durch Aktivkohle wieder entfärbt. Foto: Imago

Seine Bernsteinfarbe bekommt der Rum aus den Holzfässern, in denen er gelagert wird. Um einen einheitlichen Farbton zu erhalten, wird er mit Karamel nach der Lagerung gefärbt. Weißer Rum wird entweder in Stahlbehältern gelagert oder nach dem Reifeprozess durch Aktivkohle wieder entfärbt. 

10. Flensburg als Rum-Stadt

Flensburg galt einst als die wichtigste Rum-Stadt in ganz Europa – mit damals über 300 Brennereien. Heute gibt es in der Stadt nur noch zwei Rumhäuser. Johannsen produziert noch nach alter Tradition seinen Rum, Braasch hat erst 1998 ein Rezept aus Lehrlingstagen wieder neu aufgelegt. Im Schiffahrtsmuseum Flensburg, an der Flensburger Schiffbrücke, befindet sich sogar ein Rum-Museum. Dort können Besucher die Geschichte des Rums und des Deutsch-Dänisch-Westindischen Rum-Handels erleben.
Flensburg galt einst als die wichtigste Rum-Stadt in ganz Europa – mit damals über 300 Brennereien. Heute gibt es in der Stadt nur noch zwei Rumhäuser. Johannsen produziert noch nach alter Tradition seinen Rum, Braasch hat erst 1998 ein Rezept aus Lehrlingstagen wieder neu aufgelegt. Im Schiffahrtsmuseum Flensburg, an der Flensburger Schiffbrücke, befindet sich sogar ein Rum-Museum. Dort können Besucher die Geschichte des Rums und des Deutsch-Dänisch-Westindischen Rum-Handels erleben.

Flensburg galt einst als die wichtigste Rum-Stadt in ganz Europa – mit damals über 300 Brennereien. Heute gibt es in der Stadt nur noch zwei Rumhäuser. Johannsen produziert noch nach alter Tradition seinen Rum, Braasch hat erst 1998 ein Rezept aus Lehrlingstagen wieder neu aufgelegt. Im Schiffahrtsmuseum Flensburg, an der Flensburger Schiffbrücke, befindet sich sogar ein Rum-Museum. Dort können Besucher die Geschichte des Rums und des Deutsch-Dänisch-Westindischen Rum-Handels erleben.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Mai.2014 | 15:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen