Werftkontor : Achtstöckige Fortsetzung

Stufenplan: Das neue Bürohaus (M.) siedelt sich höhenmäßig zwischen Werftkontor (l.) und Silo (re.) an. Foto: Zeichnung: Rückner
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Stufenplan: Das neue Bürohaus (M.) siedelt sich höhenmäßig zwischen Werftkontor (l.) und Silo (re.) an. Foto: Zeichnung: Rückner

Zwischen Werftkontor und HG-Silo planen Investoren ein Bürohaus. Die Stadt gab grünes Licht – jedoch nicht für die geplante Parkpalette.

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12. November 2009, 11:27 Uhr

Flensburg | Das Hotel am Hafen ist schon lange tot, das ambitionierte Kaikantenhaus "Klarschiff" kommt nicht aus den Startlöchern, und beide werden jetzt, wie es aussieht, von einem achtstöckigen Hochhaus nur ein paar Steinwürfe entfernt überholt. Ohne Emotionen und große Diskussionen winkte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Planen am Dienstag ein Büro-Hochhaus am Ballastkai durch. Es ist laut Skizze höher als die Werftkontor-Häuser, aber niedriger als der benachbarte Raiffeisen-Silo.

Das Gebäude soll das zweigeschossige Flachdach-Haus ersetzen, in dem während der Bauphase das Baubüro des Werftkontor-Komplexes untergebracht war. Eine Wohnnutzung ist für das neue Haus nicht vorgesehen und auch nicht beantragt. Investoren sind die Hauptgenossenschaft Nord AG und die Nördliches Werftkontor Flensburg GmbH. Hinter letzterer verbirgt sich Werftkontor-Bauherr Kay-Uwe Petersen. "Das Haus ist als Scharnier zwischen Silo und Werftkontor konzipiert", so Petersen gegenüber dem Tageblatt. Es nehme einerseits die Formen des Silos auf, knüpfe aber auch unübersehbar an die Architektur des Werftkontors an.
Ein einfach hässlicher Bau
Die ebenfalls vorgesehene Parkpalette mit rund 70 Stellplätzen stieß bei den Mitgliedern des Planungsausschusses am Dienstag auf wenig Gegenliebe. Von "Schießscharten" war da die Rede, ein Ratsherr fand den Bau einfach nur "hässlich". Eine Etage mit 46 Stellplätzen müsste genügen, sagte einer; 46 reichten auf keinen Fall, ein anderer.

Für Petersen ist die Parkanlage, die auf Wunsch der Stadt und des Gestaltungsbeirates in der überarbeiteten Form rund ein Meter tief "eingegraben" wurde, zwingend erforderlich, und zwar mit zwei Etagen. "Man muss den Mietern des neuen Hauses hier Parkplätze anbieten", so Petersen. Alle öffentlichen Plätze seien morgens um 8 Uhr durch die Bediensteten der Versatel belegt. Ohne Parkplatzanlage werde er das Projekt nicht umsetzen, kündigte Petersen an. Das Thema Parkpalette bleibt in der Diskussion.

Als Mieter für die Büroflächen stellt er sich Firmen des hafengebundenen Gewerbes vor, aber auch alle anderen Unternehmen. Begrüßen würde es Petersen, wenn ein skandinavisches Unternehmen seine Deutschland-Zentrale hier ansiedeln würde.

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