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Flensburger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 00:10 Uhr

Kindertagesstätten : Absage an die Groß-Kita

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Jugendhilfeausschuss will Standort im Umfeld des Schwedenheims an der Bahnhofstraße erhalten – und sucht nun den zweiten.

von
erstellt am 23.Mär.2015 | 14:15 Uhr

Flensburg | Große Kita, kleinere Kita? Flensburgs Kommunalpolitik hatte bereits 2014 einen neue, 120 Plätze großen Kindergarten an der Petri-Schule im Flensburger Norden beschlossen. Den Vorschlag der Stadtverwaltung, so eine Großkita auch für den Süden der Stadt zu bauen, kassierte der Jugendhilfeausschuss später – auch nach deutlicher Kritik der Flensburger Kita-Elternvertreter. Sie haben Bedenken, ob ein großes Haus, in das täglich 120 Eltern ihre Kinder bringen und abholen, das perfekte pädagogische Umfeld bieten kann.

Einen ersten Beschluss auf dem Weg zu zwei kleineren Kitas in der südlichen Altstadt fasst der Jugendhilfeausschuss vergangene Woche. Als Ersatz für die zwar idyllisch gelegene, aber in die Jahre gekommene städtische Kita Schwedenheim (Helenenallee) soll in den benachbarten Neubaukomplex, den der Selbsthilfe-Bauverein (SBV) derzeit an der Bahnhofstraße plant, eine Kita mit 40 bis 50 Plätzen integriert werden. „Wir haben beschlossen, dass wir definitiv wollen, dass an der Bahnhofstraße eine Kita entsteht“, sagt Ausschussvorsitzende Ellen Kittel-Wegner. Als mögliche Betreiber solle der SBV die in der Stadt aktiven freien Träger ansprechen.

Da neben dem Schwedenheim auch Flensburgs älteste Kita Johannisstraße baulich und räumlich mittelfristig als Auslaufmodell gilt, stehen zwei Alternativstandorte im Raum – die Freiflächen hinter der Hohlwegschule an der Glücksburger Straße sowie der frühere Sportplatz der Löhmannschule neben der Sporthalle an der Kanzleistraße.

Beobachter im jüngsten Jugendhilfeausschuss haben bei der Stadtverwaltung, insbesondere beim städtischen Immobilienchef Michael Draeger Sympathie für den Standort Löhmannschule ausgemacht, vor allem, weil er die Kanzlei verkehrsmäßig für besser angebunden hält. Dagegen spricht, dass es mit der Studentenkinder-Kita an der Thomas-Fincke-Straße und gleich zwei Kindergärten an der Johannismühle in Fußentfernung reichlich Auswahl für den nicht gerade kinderreichen Sandberg gibt. Größer dürfte der Bedarf aus Jürgensby sein, wo es keine weiteren Kitas gibt. Das spräche für den Standort an der Hohlwegschule. In der Diskussion ist derzeit eine Kita mit rund 80 Plätzen für Kinder zwischen einem und sechs Jahren. Zusätzlich soll geprüft werden, ob weitere 20 Hortplätze, also Plätze für Nachmittagsbetreuung in einem Neubau geschaffen werden könnten. Die Verwaltung hat die Platzzahl für beide Standorte (Bahnhofstraße und Hohlweg/Kanzleistraße) nun von 120 Plätzen auf „mindestens 120 Plätze“ geändert. Die Baukosten pro Kita-Platz sollen bei 120 Plätzen mit 24.500 Euro fast 7000 Euro günstiger sein als bei 80 Plätzen. Am 29. April will der Jugendhilfeausschuss die Standorte begehen.

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