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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 22:42 Uhr

Katholische Kirche : Abendmahl ohne Priester

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Zusammenschluss der Pfarrgemeinden von Flensburg bis Kappeln wird viele Neuerungen mit sich bringen _ auch Laien werden künftig das Abendmahl feiern.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 00:34 Uhr

In den katholischen Gemeinden rund um Flensburg tut sich was: Mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Generalvikar Ansgar Thim in der Kirche St. Marien – Schmerzhafte Mutter – am Nordergraben 36 wird am Sonntag ab 10.30 Uhr die Eröffnung des pastoralen Raumes Flensburg-Kappeln gefeiert. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Kennenlernen für die Mitglieder und Vertreter der neu zusammengeschlossenen Gemeinden und zur Besichtigung katholisch mitgetragener Einrichtungen in Flensburg.

Im Zuge der Aufteilung des Erzbistums Hamburg in 33 neue Gebiete ist ein neuer pastoraler Raum mit Hauptsitz in Flensburg durch den Zusammenschluss der Pfarrgemeinden Flensburg, Harrislee, Tarp, Glücksburg, Gelting, Kappeln, Damp und Süderbrarup entstanden. Hintergrund ist die Umverteilung von Verantwortung aufgrund sinkender Zahlen von Priestern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Irgendwann reichen die Kapazitäten nicht mehr aus. Wir werden gemeinsam nach neuen Formen suchen, um als Gemeinde zusammenzukommen“, erklärt Stefan Krinke, zukünftiger Leiter des neuen pastoralen Raumes.

Aufgrund der Größe des Gebietes sei es beispielsweise nicht möglich, Gottesdienste mit Abendmahl in allen Gemeinden von einem Pfarrer durchführen zu lassen. Aus diesem Grund könne diese Aufgabe ab sofort auch von Laien übernommen werden, die durch den Besuch von entsprechenden Lehrgängen ebenfalls qualifiziert sind und durch den Bischof zur Durchführung der Gottesdienste beauftragt wurden.

„Gerade Senioren wünschen sich einen Sonntagsgottesdienst mit einem Pfarrer, dem sie vertrauen und müssen sich erst umgewöhnen“, erklärt Günter Thye, Pressesprecher der katholischen Gemeinde Flensburgs. „Alles wird auf den Kopf gestellt“, bringt es Sabine Kamp, pastorale Referentin, auf den Punkt.

Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, Einrichtungen in Flensburg zu besuchen, die von der katholischen Kirche mitgetragen werden, zum Beispiel das Katharinen-Hospiz oder die Hochschulgemeinde. Für Kinder und Jugendliche ist eine Schifffahrt geplant.

 

 

 

 

 

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