Grundhof : A-cappella-Gesang in Reinkultur

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Die A-cappella-Gruppe „Basta“ trat in Grundhof auf.
Die A-cappella-Gruppe „Basta“ trat in Grundhof auf.

Für ihre Darbeitungen erhielt die A-cappella-Gruppe „Basta“ im bis auf den letzten Platz besetzten Saal von Grundhof-Krug begeisterten Applaus.

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25. November 2018, 16:23 Uhr

Grundhof | Es waren vergebliche, nach und nach ersterbende Startversuche eines Automotors, für die Arndt Schmöle, Basssänger der A-cappella-Gruppe „Basta“ aus Hannover, bei deren Auftritt im bis auf den letzten Platz besetzten Saal von Grundhof-Krug begeisterten Applaus erhielt. Die Motorengeräusche waren Teil des einzigen Liedes mit nicht selbst komponierter Melodie.

Vollkommen anders sieht es aus bei der „lange nicht erkannten Unzulänglichkeit“, Laktose tolerant zu sein. Milchkaffee mit Kuhmilch zu bestellen ist heutzutage ein Grund, aus einer Bar verwiesen zu werden. „Und zu allem Übel verträgt er auch noch Gluten!“ Solche und ähnlich „ernsthaften“ Texte bestimmten das Programm der fünf singenden Männer, die sich als wahre Meister des „beat boxing“ erwiesen. Damit wird das stimmliche Erzeugen von rhythmischer Begleitung bezeichnet, für die normalerweise Schlag- oder Effektinstrumente zum Einsatz kommen. Das Ergebnis klang dermaßen echt, dass manche Zuhörer überzeugt davon waren, dass Tonkonserven über Lautsprecher eingespielt würden, so auch beim melancholischen Lied „Buhne vier“. Alles war aber „a cappella“ in Reinkultur – mit einer Ausnahme: ein Sologesang mit Begleitung auf der Ukulele.

Die Sänger übernahmen abwechselnd und mit viel Flachserei die Moderation zwischen den Stücken.

Mit lang anhaltendem Beifall erklatschte sich das Publikum zum Schluss zwei Zugaben: „Reggae-Ton im Altersheim“ und eine Persiflage auf „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg im Stil von Herbert Grönemeyer.

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