77-Jährige fährt in Menschengruppe

Endstation Bahnhof Flensburg: Die Fahrerin fuhr mit ihrem Mercedes in eine Gruppe Wartender und setzte das Auto anschließend an die Wand. Fotos: Iwersen
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Endstation Bahnhof Flensburg: Die Fahrerin fuhr mit ihrem Mercedes in eine Gruppe Wartender und setzte das Auto anschließend an die Wand. Fotos: Iwersen

Fünf Menschen zum Teil schwer verletzt / Mehrere Rettungsfahrzeuge und ein Hubschrauber im Einsatz

shz.de von
05. August 2013, 03:59 Uhr

Flensburg | Schwerer Unfall am Flensburger Bahnhof am Sonnabendnachmittag. Ein Mercedes kam von der direkt am Bahnhofsgebäude vorbeiführenden Straße ab - und fuhr in eine Menschengruppe. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.

Nach den ersten Notrufen gegen 16.45 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle ein Großaufgebot an Rettungskräften. Fünf Rettungswagen, der Rettungshubschrauber sowie zwei weitere Notärzte wurden an den Unfallort direkt vor dem Flensburger Bahnhof entsandt. Auch der Niebüller Rettungshubschrauber wurde alarmiert und landete im Carlisle-Park vor dem Bahnhof.

Kurz zuvor war dort die 77-jährige Fahrerin eines Mercedes von dem schmalen Weg direkt vor dem Bahnhofsgebäude abgekommen und hatte mehrere Menschen mit ihrem Wagen erfasst. Nach bisher unbestätigten Informationen soll die Frau zunächst vor dem Bahnhofsgebäude angehalten haben und ist dann offenbar mit dem Fuß von der Bremse ihres Automatik-Wagens abgerutscht, woraufhin der Mercedes unkontrolliert nach vorn schnellte und die vor dem Bahnhof wartenden Menschen erfasste.

Ersthelfer aus der nahe gelegenen Taxizentrale und Beamte der Bundespolizei eilten sofort vor das Bahnhofsgebäude und leisteten den Verletzten Erste Hilfe. Die Bundespolizei sperrte den Unfallort sofort ab.

Die Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun, um die Verletzten noch am Unfallort zu versorgen. "Drei Menschen haben glücklicherweise nur leichtere Verletzungen erlitten", so Feuerwehr-Einsatzleiter Roland Setz. Zwei weitere erlitten nach seinen Angaben jedoch schwere Verletzungen und mussten vor Ort von Notärzten versorgt werden. Ob Lebensgefahr besteht, konnten die Einsatzkräfte am Unfallort noch nicht mitteilen.

Neben dem Rettungsdienst war auch der Hilfeleistungszug der Berufsfeuerwehr alarmiert worden, da in Notrufen davon berichtet wurde, dass noch Menschen unter dem Auto eingeklemmt sein sollten. "Diese Meldung bewahrheitete sich glücklicherweise aber nicht", so Setz.

Die Feuerwehrkräfte unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten und der Betreuung von geschockten Augenzeugen.

Wie genau sich der Unfall ereignet hat, ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Daher wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger angefordert, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Dieser nahm sofort nach Abschluss der Rettungsarbeiten die Ermittlungen an der Unfallstelle auf. Die Fahrerin des Mercedes blieb unverletzt.

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