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Steinbergkirche : 52 Einsätze für die Wehr Steinbergkirche

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Hohe Belastung für die 44 Aktiven. Die First-Responder-Einheit musste Unfallopfer bergen – vier Verletzte starben.

Steinbergkirche | „So viele Einsätze wie diesmal hatten wir seit Jahren nicht mehr“, betonte der stellvertretende Wehrführer Hans-Peter Bruhn bei der Jahresversammlung der 44 Aktive zählenden Ortswehr Steinbergkirche. Neben den Übungs- und Ausbildungsabenden hatten die Kameraden 52 Einsätze zu absolvieren. Sie zu bewältigen, sei eine enorme Herausforderung, die nur bewältigt werden konnte, „weil alle an einem Strang ziehen“, so Bruhn. Vor allem die Erstversorgung von Verletzten bei Verkehrsunfällen – weit über den eigentlichen Einzugsbereich hinaus – durch die Mannschaft des First-Responder-Fahrzeugs hätte dessen Besatzung sehr viel abverlangt und mit Vorkommnissen konfrontiert – vier Unfallverletzte starben –, die nicht einfach zu verkraften seien, so Bruhn.

Noch gut in Erinnerung ist dem stellvertretenden Wehrführer jener Tag im August, an dem gleich drei Mal – mittags, nachmittags und abends – ausgerückt werden musste. Und er erinnerte auch an jenen Tag, an dem der Strom ausgefallen war. Da wurde ausgerückt, um mit Hilfe des Notstromaggregats das Beatmungsgerät einer hilfebedürftigen Person am Laufen zu halten.

Wehrführer Thomas Kahl erinnerte an die Einführung des Digitalfunks und die Umstellung auf die neue Alarmierungstechnik sowie die Renovierung des Feuerwehrhauses. Die Jugendfeuerwehr ist in einen Raum über der Rettungswache umgezogen; ihr bisheriges Domizil dient nun als Amtswehrführungsstelle.

Über den Wochenend-Freiwilligendienst im Rahmen des DRK-Rettungsdienstes informierte Matthias Hinsche. Sicherheitsbeauftragter Reinhold Frilling appellierte eindringlich an die Aktiven, bei psychischen Belastungen unbedingt Hilfe in Anspruch zu nehmen. Arne Fries berichtete von der Gründung eines Fördervereins, dessen Zweck die Unterstützung der Feuerwehr ist.

Bei den Wahlen bestätigten die Aktiven Klaus-Dieter Ebsen als Gruppenführer, Helge Braasch als Maschinist für Westerholm. Stellvertretender Kassenführer wurde Ralf Lorenzen.

Abzeichen für langjährigen Dienst in der Feuerwehr erhielten Heiko Marquardsen (20 Jahre), Knut Wulf (40) und Werner Peetz aus der Ehrenabteilung (60). Das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre in der Wehr bekam Brandmeister Hans-Peter Bruhn und in Silber für 25 Jahre bekamen es die Hauptfeuerwehrmänner Helge Braasch, Axel und Thomas Hinsche sowie Löschmeister Reinhold Frilling.

Bürgermeister Gernot Müller sprach den Aktiven seine Hochachtung aus. Amtsvorsteher Thomas Johannsen bezeichnete den genutzten Dienst der Feuerwehrseelsorge als eine „sehr gute Sache“. Hans-Dieter Nissen bedankte sich als Leiter des DRK-Wachenverbundes Nord für die wiederum gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr.

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