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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 23:48 Uhr

496 Millionen Euro für die Nord-Region

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Investitionsbank förderte Wohneigentum im Kreisgebiet am stärksten

Unternehmen, Privatpersonen und Kommunen im nördlichen Landesteil und an der Westküste haben 2014 mit Unterstützung der Kieler Investitionsbank noch einmal stärker investiert als im bisherigen Rekordjahr 2013. Vorstandschef Erk Westermann-Lammers machte vor allem die gute Konjunktur und die historisch niedrigen Zinsen dafür verantwortlich, dass die Fördermittel in Flensburg sowie den Kreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und Dithmarschen um rund 17 auf 496 Millionen Euro stiegen.

Im Privatkundengeschäft mit Immobilien kamen in der Region 894 Familien als Häuslebauer und Eigenheimkäufer in den Genuss einer I-Bank-Förderung. Allein 392 dieser Familien kommen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg. Hier trete die Bank als sogenannter Nachrangfinanzierer auf. Das bedeutet, bei hohen Finanzierungsanteilen deutlich über 60 Prozent federt das Förderinstitut die Risikoaufschäge der Hausbanken ab, erklärte Immobilienexperte Horst Nörenberg. In ihrem Flensburger Büro an der Friesischen Straße beackert die Förderbank die Region mit drei festen Beratern. Zudem seien 262 Sanierungen und Modernisierungen finanziert worden – auch hier fast die Hälfte aus dem Kreis Schleswig-Flensburg: „Das anhaltend niedrige Zinsniveau und der Wille der Immobilienbesitzer zur energetischen Sanierung haben offenbar viele Menschen dazu motiviert, in die eigene Immobilie zu investieren“, sagte Westermann-Lammers.

Im Mietwohnungsbau fördere die I-Bank hochwertigen modernen Wohnraum, der zu günstigen Preisen angeboten werden könne. Auf der Insel Sylt, wo der Bedarf am höchsten ist, wurden Mittel für den Neubau von 54 Wohnungen bewilligt, in der Stadt Flensburg waren es Mittel zur Modernisierung oder Sanierung von 29 Wohnungen: „Gefördert wurde dort, wo bezahlbarer Wohnraum am dringlichsten gesucht wird“, so Westermann-Lammers.

In der Städtebauförderung flossen 32 Millionen Euro an 27 Kommunen. Die größten Fördersummen gingen mit je 2,7 Millionen Euro in das Projekt Soziale Stadt (Neustadt Flensburg) und den Stadtumbau Schleswig sowie 1,3 Millionen Euro in die Obere Neustadt nach Husum.

Im Firmenkundengeschäft, wo die Investitionsbank der mittelständischen Wirtschaft Investitionen ermögliche, um Arbeitsplätze zu sichern, lag der Schwerpunkt 2014 in Windkraftprojekten. Insgesamt seien 256 Millionen Euro in die Wirtschaftsförderung geflossen – 39 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

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erstellt am 30.Apr.2015 | 12:02 Uhr

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