Flensburg : 49-Jähriger nach Serie von Bahnbränden in U-Haft

Elf Brände gehen auf sein Konto: Die Flensburger Polizei konnte einen 49-Jährigen festnehmen, der über Jahre Steuerwagen der Regionalbahn angezündet haben soll.

Avatar_shz von
30. Juli 2014, 12:19 Uhr

Flensburg | Nach jahrelangen Ermittlungen ist der Kriminalpolizei in Flensburg ein mutmaßlicher Serienbrandstifter ins Netz gegangen: Seit der Silvesternacht 2010/2011 brannten immer wieder Steuerwagen der Regionalbahn Schleswig-Holstein. Auf den Abstellgleisen im Peelwatt in Flensburg fassten die Beamten einen 49-jährigen Flensburger. Die Staatsanwaltschaft erließ einen Haftbefehl. Er gab zu, die bis jetzt bekannt gewordenen elf Brände gelegt zu haben.

Trotz aufwändiger Einsätze und Fahndung konnte im Zusammenhang mit den Bränden nie ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Selbst der Einsatz eines Hubschraubers der Bundespolizei mit einer Wärmebildkamera brachte keine weitere Spur. Da die Brände immer auf die gleiche Art und Weise gelegt, gingen die Ermittler von einem Tatzusammenhang aus.

Nach dem letzten Brand am 21. Juni 2014 kamen die Ermittler dem 49-Jährigen schließlich auf die Spur: Der Flensburger war Mitarbeiter einer Firma, die für die Bahnreinigung am Peelwatt zuständig ist. Die Ermittler konfrontierten den Mann mit den Vorwürfen. Er legte im Rahmen seiner Vernehmung ein umfangreiches Geständnis ab und gab detailliertes Wissen preis, das laut Polizei nur der verantwortliche Täter haben könne.

Darüber hinaus räumte der Tatverdächtige zwei weitere Brandstiftungen aus den Jahren 2008 und 2013 in der Jürgensgaarder Straße in Flensburg ein.

Das Motiv des 49-Jährigen ist bislang unklar. Hass auf die Bahn spielte laut seinen Angaben keine Rolle.

Durch die Brände entstand insgesamt ein Sachschaden im zweistelligen Millionenbereich.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen