4500 Kilometer auf dem Motorrad für einen guten Zweck

Schaute auch in Flensburg vorbei: Bernd Degwer.
Schaute auch in Flensburg vorbei: Bernd Degwer.

shz.de von
15. Mai 2015, 14:03 Uhr

Einmal mit dem Motorrad durch Deutschland fahren – das ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Auch Bernd Degwer ist mit seiner BMW-Maschine zurzeit entlang der deutschen Grenze unterwegs. Aber nicht nur zum Spaß. Sein Ziel ist es, insgesamt 4500 Kilometer zurückzulegen und dabei Spenden für den Deutschen Kinderhospizverein zu sammeln. Ein Urlaub für einen guten Zweck.

Am 1. Mai ist Degwer im nordrhein-westfälischen Schwerte in Richtung Venlo/Niederlande gestartet. Von da aus ging es über die Eifel, das Saarland, den Bodensee, das Allgäu, das Erzgebirge und die Uckermark nach Schleswig-Holstein. Bis zu 300 Kilometer legt er täglich zurück. Vor ein paar Tagen machte der leidenschaftliche Biker auf dem Weg nach Rodenäs/Nordfriesland auch in Flensburg Station. Auf dem nördlichsten deutschen Grenzpunkt auf dem Festland freut er sich auf ein schönes Stück Kuchen im Café Zollhaus. „Ich komme sicherlich mit einigen Pfunden mehr nach Hause“, lacht er.

Die Tour hat ihm bis jetzt sehr gut gefallen. „Alleine ist man nie“, sagt er. Immer wieder schließen sich andere Biker an, die den Schwerter ein Stück begleiten. Andere schlagen ihm schöne Ecken vor, die er auf seiner Reise unbedingt ansehen sollte. Viele von diesen „Reiseführern“ spenden auch etwas für das Kinderhospiz. Und dafür bekommen sie ein grünes Band, das für Hoffnung steht.

Abends quartiert er sich oft bei anderen Bikern ein, die er nur über Facebook kontaktiert hat und persönlich gar nicht kennt. „Motorradfahrer sind total unkompliziert“, sagt er. Viel Gepäck hat er ohnehin nicht dabei, nur einen Schlafsack, eine Luftmatratze und ein aufblasbares Kissen. Für jede kostenlose Übernachtung überweist Degwer selbst 25 Euro an das Hospiz.

Morgen geht seine Reise zu Ende, zumindest laut Routenplan. Ob der Westfale aber wirklich wieder zu Hause angekommen ist oder unterwegs ein paar Umwege in Kauf nimmt, um eine „schöne Ecke“ zu erkunden – man weiß es nicht. Fest steht aber, dass er den Deutschen Kinderhospizverein damit auf jeden Fall unterstützt hat.

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