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3686 Wohnungen sind in Flensburg öffentlich gefördert

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Flensburg | In den städtischen Ausschüssen und im Kommunalwahlkampf taucht derzeit regelmäßig die Frage auf: Gibt es in Flensburg zu wenig bezahlbaren Wohnraum? Raimund Dankowski, Chef des Selbsthilfe-Bauvereins als größter Flensburger Wohnungsbau-Genossenschaft sowie Vorsitzender des Verbandes der Wohungsbauunternehmen, kennt die Zahlen: "Derzeit sind 3686 Wohnungen in Flensburg öffentlich gefördert", erklärt er. Das seien 7,6 Prozent des Wohnungsbestandes in der Stadt. Würden keine neuen Sozialwohnungen entstehen, dann würde die Zahl aufgrund auslaufender Bindungen bis zum Jahr 2020 auf 2500 sinken. Im Bestand des SBV seien derzeit 1615 Sozialwohnungen - 24 Prozent aller Wohnungen der Genossenschaft. Seit 2005 habe der SBV 543 Wohnungen neu in die öffentliche Förderung gegeben. Allein in den drei Service-Häusern seien mehr als 100 Wohnungen neu gebaut worden und 440 saniert - zu rund zwei Dritteln öffentlich gefördert.

Allerdings liege der durchschnittliche Mietpreis in Flensburg mit 4,90 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter noch knapp unter den Grenzen des Sozialwohungsbaus. "Wir vermieten auf diesem Niveau fast 60 Prozent unserer Wohnungen." Beim SBV habe die durchschnittliche Miete im vergangenen Jahr bei 4,76 Euro gelegen. Bis 5,50 Euro kalt seien rund 90 Prozent des Bestandes vermietet. Allerdings könnten neue Vermietungen teurer sein. In den Neubauten in Fruerlund zum Beispiel betrage die Kaltmiete 6,80 Euro. Diese neuen Mieter machten allerdings wiederum andere Wohungen frei, so Dankowski.

Vordringlichen Bedarf im Wohungsbau vermutet Dankowski mindestens in drei Segmenten: im Umfeld von Studierenden, im Segment älterer Bürger, die gerne in der Stadt bleiben wollen, sowie mehr und mehr Familien, die gern in die Stadt ziehen möchten. In der ehemaligen Schokofabrik am Munketoft plant der SBV Wohungen für 88 Studierende. Details will Flensburgs größe Wohnungsbau-Genossenschaft zu ihrer Vertreterversammlung am Donnerstag berichten.

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