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Flensburger Tageblatt

17. August 2017 | 13:49 Uhr

35 000 Euro für ein Fohlen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zur Auktion in Behrendorf kamen Interessenten aus Europa – und auch aus Amerika

Es ist erst vier Monate alt, und doch stand das Fohlen des Züchters Hans-Peter Petersen (Tating) im Rampenlicht der jüngsten Holsteiner Fohlenauktion im nordfriesischen Behrendorf. Bei der Fohlenversteigerung, die von den Körbezirken Nordfriesland und Schleswig-Flensburg ausgetragen wurde, erreichte das prämierte Hengstfohlen von Clarimo- a. d. Sierra v. Quebec-Concerto II, Stamm 1298, aus dem Bezirk Nordfriesland die stattliche Summe von 35 000 Euro. Das Tier wurde von einem bayerischen Pferdekenner ersteigert. Der Stamm 1298 in Holstein, auch als Lord Stamm bekannt, hat schon viele internationale Pferde hervorgebracht und wird auf der Zuchtstätte in Tating entsprechend gepflegt. Im Weltranking der erfolgreichsten Stämme wird er auf Platz 11 geführt.

17 500 Euro kostete das zweitteuerste Fohlen von der Insel Föhr, ein ebenfalls prämiertes Stutfohlen von Casall-Diamant de Semilly. Die kleine Stute wurde ebenso ins Ausland verkauft wie 18 weitere Auktionskandidaten. Sieben Fohlen ersteigerten Züchter aus Schweden. Einige Fohlen treten noch eine viel längere Reise an. Jeweils zwei gehen nach Großbritannien, in die USA, nach Polen und Brasilien sowie nach Luxemburg. Auch für einen Züchter aus den Niederlanden hatte sich das Kommen gelohnt. Und ein Fohlen tritt die weite Reise nach Peru an. Das teuerste Fohlen aus dem Bezirk Schleswig-Flensburg wechselte für 9500 Euro den Besitzer. Das Fohlen vom Hengst Canto belegte beim Championat in Schleswig-Flensburg immerhin den zweiten Platz.

Zuvor wurden 43 Jungtiere von einer Kommission ausgewählt und hatten mit korrektem Exterieur und Bewegungsqualität die Jury überzeugt. Sie haben die strengen Auswahlkriterien der Kommission, die besonders auf ein korrektes Exterieur, Gesundheit und Bewegungsqualität geachtet hat, anstandslos passiert, war von der Kommission zu hören. Nach der Auswahlreise resümierte Norbert Boley, Geschäftsführer Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung: „Wir haben uns bemüht, Fohlen aus allerbesten Stämmen mit hoch interessanten Vätern für die Auktion zu gewinnen.“ Doch nicht nur das Aussehen war entscheidend für die zahlreichen Züchter, die nach Behrendorf angereist waren. Im Auktionskatalog wurden die Tiere genauestens mit Stammbaum aufgeführt. „Wenn wir die Namen der erfolgreichsten Hengste wie Casall, Connor oder Clarimo hören, dann spitzen wir die Ohren“, so ein Züchter aus Polen. Doch auch, wenn die Fohlen von der Kommission Bestnoten erhielten, so war dies nicht immer eine Garantie für einen hohen Auktionspreis. „Ich hatte mir mehr erhofft“, kommentierte ein Züchter nach der Versteigerung seines Fohlens. Der wortgewandte Auktionator Heckmann verkaufte insgesamt 42 Fohlen mit einem Durchschnittspreis von 7900 Euro.



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erstellt am 04.Okt.2013 | 15:00 Uhr

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