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Bürgerwette Flensburg : 34.000 Euro für Flensburger in Not

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bürgerwette verfehlt ihr Ziel, macht aber den Bürgerfonds für Familien und Alleinerziehende in Notlagen wieder handlungsfähig

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2017 | 23:16 Uhr

Am Ende war der Stadtwerke-Schornstein mit rund 143 Metern doch zu hoch für die vierwöchige Spendenaktion. Immerhin rund 79 Meter davon schaffte die „Bürgerwette 2017“ – und mit 34  000 Euro Spendensumme ist der Fonds von Diakonie, Stadt und Tageblatt nun wieder arbeitsfähig – und kann in Not geratene Flensburger mit Einmalhilfen bis 300 Euro unterstützen: „Es sind meist Familien oder Alleinerziehende mit Kindern“, sagt Diakoniepastor Thomas Nolte. Trennungskonflikte spielten immer häufiger eine Rolle – oder Menschen, die durch alle Raster bürokratischer Hilfsmöglichkeiten fallen.

„Es ist ein sehr achtenswerter Erfolg, den wir mit dieser Aktion erlangt haben“, findet Pröpstin Carmen Rahlf. Sie freue sich über das breite Engagement. „Diese Bewusstseinsbildung hat ihren ganz eigenen Wert.“ Insgesamt waren mehr als 1000 Flensburger im März für die Aktion aktiv. „Es haben viele junge Leute gesammelt für andere – das hat gewirkt“, findet Flensburgs Jugend-Fachbereichsleiterin Karen Welz-Nettlau. Azubis von Queisser, Jacob Erichsen und anderen Südstadtfirmen hatten mitgeholfen – oder Gymnasiasten von der Goethe-Schule und Studenten der Hochschule. „Es gibt viele Notsituationen, die wir mit dem Geld bewältigen können – aber sie müssen meist anonym bleiben“, so Welz-Nettlau.

Da die eigentliche Wette, so viele Euro-Münzen zu sammeln wie der Schornstein hoch ist, verloren ging, werden drei führende Vertreter der Bürgerfonds-Initiatoren nun einen Tag in einer sozialen Einrichtung mitarbeiten – Oberbürgermeisterin Simone Lange geht in ein Seniorenheim, Pröpstin Rahlf in einen Kindergarten und Ex-sh:z-Chefredakteur und Bürgerfonds-Beirat Stephan Richter zur Tafel.

Neben den Menschen, die vom Bürgerfonds profitieren, wurden gestern auch Gewinner beschenkt. Die Sonderpreise für die Schülerknobelfragen gehen an die dritte Klasse der Grundschule Wanderup (freier Phänomenta-Eintritt für die ganze Klasse) sowie Schüler des Flensburger Zentrums für kooperative Erziehungshilfe. Den Rundflug des Luftsportvereins gewann Reimer Haß aus Schafflund, die von den Stadtwerken gesponserte Ballonfahrt geht an Wolfgang Johannsen aus Flensburg. Stadtwerke-Marketingleiter Peer Holdensen versprach Johannsen: „Mit dem Ballon werden Sie garantiert höher kommen als der Schornstein des Kraftwerks.“

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