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Flensburger Tageblatt

16. August 2017 | 23:56 Uhr

Flensburg : 25 Jahre Hospiz-Förderverein

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Voller Saal zur Jubiläums-Mitgliederversammlung – knapp 400 000 Euro in zwei Jahren für das Hospiz mobilisiert

Ein Jubiläum sollte gefeiert werden – dachte sich der Vorstand des Fördervereins des Katharinen Hospiz am Park. Zum 25. Geburtstag wurden daher erstmals während der Mitgliederversammlung neben Berichten und Regularien auch ein Imbiss und mehrere beeindruckende musikalische Beiträge von zwei jungen Streicherinnen geboten. Folge: Der Saal im Hospiz war so gut gefüllt wie seit vielen Jahren nicht mehr.

„Dieser Abend ist als Dankeschön gedacht – für die vielen treuen Mitglieder des Fördervereins, für alle, die sich für das Hospiz einsetzen und für meine engagierten Vorstandskollegen“, sagte Vorsitzender Hans Dethleffsen in seiner Rede. 191000 Euro – das ergab die Erläuterung des Jahresberichtes von Schatzmeisterin Gabriele Komp – hat der Förderverein im Jahr 2016 dem Hospiz zur Verfügung gestellt. Nach dem Bericht der Kassenprüfer konnte sich der Vorstand über eine einstimmige Entlastung freuen.

Einstimmig viel auch die Wahl eines neuen Vorstandsmitglieds aus, das in Flensburg kein Unbekannter ist: Horst Bendixen, 40 Jahre im Rathaus tätig, zuletzt als Leiter das Fachbereichs Jugend und Soziales, ist nun Beisitzer. „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe“, sagte der vierfache Vater und Witwer. Das Förderbudget für das laufende Jahr wurde auf maximal 199  000 Euro festgelegt.

Wie wichtig diese Unterstützung ist, zeigten Britta Reimer und Alexandra Krych, die mit ihrem Vortrag über ihr zu hundert Prozent aus Spenden finanziertes Trauerprojekt unter dem Dach des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes an Schulen und in Kitas alle Zuhörer sichtlich berührten. „Sterben Tod und Trauer berühren auch die Lebensorte Schule und Kita“, betonen die beiden. Ihre wichtigste Aufgabe sehen sie darin, Lehrer und Erzieher auf den Umgang mit schweren Krankheiten, Verlust und Tod im Umfeld eines Kindes oder gar in der Klasse und Gruppe vorzubereiten. „Ziel ist, dass diese sich in die Trauer eines Kindes hineinfühlen können“, sagte Britta Reimer. „Wir arbeiten aber auch direkt mit den Kindern, lassen sie zum Beispiel ihre Trauer oder ihre Vorstellung vom Jenseits durchs Malen, durch Musik und durch Gespräche über ihre Gefühle ausdrücken“, sagte Alexandra Krych.

Beeindruckt von der Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen zeigten sich auch Geigenlehrerin Christina Voß und ihre beiden Schülerinnen Emma und Kim-Alina. Für ihre drei ganz unterschiedlichen Vorträge – unter anderem mit einer norwegischen Geige – und ihren glasklaren Gesang gab es zu Recht lang anhaltenden Applaus. „Wir möchten die Hälfte unserer Gage genau für das vorgestellte Projekt spenden“, sagte Christina Voß. Begeistert vom gesamten Abend zeigte sich auch die langjährige Fördervereinsvorsitzende Elke von Hassel: „Das habt ihr richtig gut gemacht.“

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erstellt am 28.Apr.2017 | 06:44 Uhr

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