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Bildung in Flensburg : 21-Millionen-Neubau für Ramsharde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Finanzausschuss und Bildungsausschuss bringen Planung für ein Schulzentrum mit Außenstelle der Friholtschule auf den Weg

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 07:00 Uhr

Die in die Jahre gekommene Schule Ramsharde (Baujahr 1901, zwei gesperrte Klassenzimmer im Obergeschoss) bekommt als erste von drei Flensburger Grundschulen einen Neubau. In gemeinsamer Sitzung beschlossen Bildungs- und Finanzausschuss gestern Abend jeweils einstimmig, einen rund 21,5 Millionen Euro teuren Neubau mit Zweifeldsporthalle und Kleinspielfeld sowie offenem Ganztag und Mensa auf 8500 Quadratmetern im heutigen Kleingartengelände neben der Comeniusschule zu errichten. Mit dem Bau muss bis 2018 begonnen werden, um rund sechs Millionen Euro Fördermittel zu bekommen. In dem 160 mal 45 Meter langen zweigeschossigen Schulkomplex am Katharinenhof soll auch – ähnlich wie in Adelby – eine Außenstelle der Friholtschule entstehen.

Insgesamt wird für 390 Kinder im wachsenden Flensburger Norden geplant, einschließlich 36 Friholt-Grundschülern. Derzeit hat Ramsharde 310 Kinder, darunter 50 Daz-Schüler. „Sollte diese Schule so gebaut werden, ist das einfach ganz wunderbar“, erklärte Ramsharde-Schulleiterin Kirsten Nissen. Gemeinsam mit der Comeniusschule könne die Schule auch die Funktion eines Stadtteilzentrums übernehmen. Friholt-Schulleiter Klaus-Peter Grunewald bezeichnete die Planung als vorbildlich und ganz großen Wurf für die Region.

Was das konkret für die Schule Fruerlund und die Hohlwegschule bedeutet, ergibt sich nicht aus der Vorlage, sondern aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen: Demnach könnte der Hohlwegschulneubau 2019/20 entstehen und die 2007 erstmals gestartete Planung in Fruerlund 2020/21 umgesetzt werden.

Bürgermeister Henning Brüggemann brachte deutlich seine Bauchschmerzen beim Investitionsvolumen zum Ausdruck. Bei der Summe von 21,5 Millionen Euro sei er persönlich irritiert gewesen und habe dreimal schlucken müssen, bekannte er. Ursprünglich seien je Schule zehn Millionen Euro im Haushalt eingestellt gewesen. Florian Matz (SPD) und Ellen Kittel-Wegner (Grüne) kritisierten das Verfahren, nur eine Planung vorzustellen, obwohl bislang keine Reihenfolge der drei Schulneubauten entschieden wurde. „Hier wurde ein Beschluss übersprungen, der Sache der Politik und nicht der Verwaltung ist“, sagte Kittel-Wegner.

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