200 neue Jobs in der Fischfabrik

Zwei der ersten acht Produktionshelfer, die ihre Arbeit in der neuen Fabrik aufgenommen haben. Foto: Kirschner
Zwei der ersten acht Produktionshelfer, die ihre Arbeit in der neuen Fabrik aufgenommen haben. Foto: Kirschner

Seit wenigen Tagen wird bei "Vega Salmon" in Handewitt Fisch filetiert, geräuchert und verpackt / Die ersten 25 Mitarbeiter werden derzeit geschult

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19. September 2012, 06:47 Uhr

Handewitt | Vor wenigen Tagen wurde zum ersten Mal Fisch angeliefert - "jetzt sind wir eine Fischfabrik", sagt sichtlich erfreut Michaela Zültzke, die erste Mitarbeiterin, die die "Vega Salmon GmbH" in Handewitt eingestellt hat. Die Diplom-Betriebswirtin aus Mainz ist die Assistentin von Geschäftsführer Roald Boysen Vedelgart und zuständig für Personal und Finanzen. Nun gehe es vor allem um den Aufbau der Produktion. Der Fisch wird in der Fabrik filetiert, geräuchert und verpackt. Erste technische Schwierigkeiten gelte es noch zu überwinden, aber es sei davon auszugehen, dass die Produktion in etwa vier Wochen regulär läuft.

Zültzke lobt "die hervorragende Zusammenarbeit" mit der Flensburger Arbeitsagentur, durch die das Unternehmen große Unterstützung erfahren habe. Die ersten 25 Mitarbeiter werden zur Zeit in vierwöchigen Trainingsmaßnahmen als Produktionshelfer geschult. Acht davon haben ihre Arbeit in der Produktion bereits vor wenigen Tagen aufgenommen, die nächsten zwölf Teilnehmer starten am kommenden Montag.

Im März dieses Jahres konnte das Richtfest der Fischveredelungs-Fabrik gefeiert werden. Der Investition ging eine lange Planungsphase voraus. Das Unternehmen "Vega Salmon A/S" (Esbjerg) hat in Handewitt eine rund 11 000 Quadratmeter große Produktions- und Distributionsstätte für die Räucherlachsproduktion errichtet. Unter der Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wireg) wurde mit allen regionalen Akteuren die Ansiedlung zum Erfolg gebracht. Die Investitionssumme von rund 21 Millionen Euro wurde durch das Land mit einer Förderung in Höhe von insgesamt knapp 4,5 Millionen Euro bezuschusst. Das Geld stammt aus Mitteln der "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" und dem "Europäischen Fischereifonds". Es wird mit bis zu 200 neuen Dauerarbeitsplätzen gerechnet.

Über den Produktionsstart des dänischen Unternehmens in handewitt freut sich nicht zuletzt Wireg-Geschäftsführer Dr. Olaf Krüger: "In vielen Gesprächen haben wir die Unternehmensansiedlung begleitet. Dank der abgestimmten Betreuung des Wireg-Teams mit der Arbeitsagentur, mit der Stadt Flensburg und der Gemeinde Handewitt sowie dem Land ist der Erfolg am Ende realisiert worden."

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