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Bilder der Stadt : 1588 bis 2017: Flensburg aus der Perspektive zahlreicher Künstler

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Thomas Messerschmidts neue Ausstellung präsentiert eine große Bandbreite an Stadt- und Land-Ansichten

Es herrscht eine beschauliche Ruhe in der unteren Neustadt, ein paar hundert Meter nördlich des Nordertors. Kein Auto weit und breit, keine Radfahrer, nur ein Ochsenkarren parkt unter einer Laterne. Am Kantstein gegenüber bedient ein Mann einen Besen, vor dem Eckhaus sitzt im Schatten der Markise ein einzelner Dunkelmann. So sah es auf der Neustadt im Jahr 1884 aus, und es ist eine der ganz wenigen Abbildungen dieses Teils der Stadt in der Kunst. Darum ist dieses Bild von Frederik Christian Lund auch das Highlight der Ausstellung für Thomas Messerschmidt, der noch bis 19. August im reizvollen Kontrast ganz alte und ganz neue Flensburg-Bilder präsentiert.

Seine Einschätzung des Neustadt-Bildes ist nicht falsch, denn es hat bereits einen roten Punkt: Der Museumsberg hat es erworben. Rote Punkte sieht man auch auf vielen weiteren Bildern: Flensburg-Bilder sind gefragt. Eine Reihe der knapp 70 Exponate waren erst kurz vor Ausstellungsbeginn zurückgekommen: Sie wurden in Apenrade, Dachau und Schwaan (bei Rostock) gezeigt.

Das Spektrum reicht von ganz alten Stadtansichten (1588) bis hin zu aktuellen Bildern aus diesem Jahr wie die Regenbilder von Ulf Petermann. Einen Schwerpunkt bilden die Ekensund-Maler, die weniger die Stadt, sondern mehr die Umgebung der Förde gemalt haben. Engel und Eckener, Nissen, Nöbbe und Feddersen sind dabei. Emil Nolde ist mit einer Zeichnung vertreten, Käte Lassen mit Werken aus ihrer berühmten Flensburg-Mappe. Raritäten sind die Ansichten des Kiosks an der Apenrader Straße und das der Flurstraße von Michael Arp. Wer seine Heimatstadt so sehr mag wie Thomas Messerschmidt, der sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.

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erstellt am 30.Jul.2017 | 08:17 Uhr

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