zur Navigation springen

1500 Unterschriften gegen Schranke oder Parkwächter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Berufsschüler übergeben Petition gegen die Gebühr auf Schulparkplätzen an Stadtpräsidentin

Seitdem die Stadt über Parkgebühren an städtischen Schulen und Kitas nachdenkt, sind Celina Schröder und ihre Mitschüler alarmiert: „Es ist ein falscher Ansatz, auch von Schülern eine tägliche Parkgebühr zu verlangen“, findet die Initiatorin und Schülerin der Hannah-Arendt-Schule: „Wir haben überhaupt kein Einkommen.“ Die 21-Jährige Sozialpädagogik-Schülerin hat gestern zusammen mit Lasse Jepsen und Alexander Pult von der Eckenerschule rund 1500 Unterschriften gegen Bezahl-Parkplätze an allen Flensburger Schulen an Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar übergeben. Die Schüler haben die Unterschriften an den drei großen Berufsschulen rund um Flensburgs größten Schulparkplatz „Friesische Lücke“ gesammelt.

Mit einer täglichen Gebühr von einem Euro pro Tag soll das Abstellen des Autos an den Schulen kostenpflichtig werden. 185  000 Euro soll die Abgabe für die geschätzt rund 1000 Parkplätze an den mehr als 20 Flensburger Schulen und elf städtischen Kitas jährlich bringen. Unklar ist bislang, ob das Geld über einen Bezahlautomaten oder Personal eingetrieben würde.

Die Schüler fürchten nicht nur die Kosten, sondern auch Verkehrschaos zu Unterrichtsbeginn und Schulschluss. Außerdem stünden die Berufsschulen im Wettbewerb mit anderen in Schleswig, Niebüll oder Tarp. Folge: Die Bewerberzahl der Flensburger Schulen könnte nachlassen. Zudem würden die Parkplätze auch von den Sportvereinen genutzt, die in den Hallen Sport treiben.

Stadtpräsidentin Krätzschmar äußerte Verständnis für das Anliegen der Schüler, machte aber auch den Ansatz der Stadt über den Spardruck hinaus deutlich: Die Stadt wolle ihren neuen Mobilitätsplan durchsetzen und auch die junge Generation dazu ermutigen, zum Klimaschutz auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Allerdings ist der Sparvorschlag aus der Liste der „Haushaltskosolidierung 2.0“ noch gar nicht beschlossen. Nachdem die SPD sich Ende Januar bereits gegen die Gebühr ausgesprochen hat, wackelt die Mehrheit für einen der wichtigsten Sparvorschläge von Kämmerer Henning Brüggemann.

Am Donnerstag sind die Vorschläge Thema im Finanzausschuss. „Die Anzahl der tatsächlichen Parkplätze auf Schulgrundstücken ist so klein, dass Aufwand, Ärger und Ertrag nicht in akzeptablem Verhältnis zueinander stehen“, hatte SPD-Ratsherr Stephan Kienaß bereits zu bedenken gegeben.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Feb.2016 | 19:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert