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Flensburger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 08:05 Uhr

Kropp : 1120 Menschen wollen Laura helfen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Typisierungsaktion in Kropp für die schwerkranke Schülerin Laura Knop aus Tarp war ein Riesenerfolg. 1120 Menschen ließen ihr Blut registrieren und es kamen rund 11 000 Euro an Spenden zusammen.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2014 | 13:15 Uhr

Sehr viele Menschen hatten das Plakat „Laura will leben“ in den letzten Tagen gelesen, hatten über Facebook oder durch Mund-zu-Mund-Propaganda von der Typisierungsaktion für die 15-jährige Laura Knop aus Tarp gehört. Und so kamen zahlreiche Menschen – insgesamt waren es xxx – gestern nach Kropp, um einige Tropfen Blut abzugeben – sogar per eigens eingerichtetem Bus-Shuttle aus Tarp. Das Blut wird nun „typisiert“ und am Ende, so hoffen alle, wird ein passender Knochenmarkspender für Laura gefunden, die an einer Krankheit des blutbildenden Systems (MDS) leidet.

Aus Köln war das Team der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) angereist und hatte schnell eine große Zahl von Helfern eingewiesen. Pünktlich um 11 Uhr begann dann im großen Saal des Gasthauses Bandholz in Kropp die Aufnahme in die Datei mittels Blutabnahme. Rundherum herrschte großer Trubel mit Feuerwehr-Darbietungen, mehreren zünftig gekleideten Drehorgelspielern, Ponyreiten oder Würstchenbude. Im Gasthaus gab es großes Gedränge um Plätze für Flohmarktstände, an denen Waren zu Geld gemacht werden sollten, um so die Typisierungsaktion mit Spenden zu unterstützen. Diesem Zweck diente auch eine Lotterie mit fast 1000 Gewinnen.

Gerne Auskunft gab Martin Quarg, ein Mitarbeiter der DKMS. Der Student hatte sich 2010 typisieren lassen, war drei Monate später informiert worden, dass er für eine Spende in Frage käme. Nach weiteren Untersuchungen und der Einnahme von Medikamenten erfolgte ein fünfstündiger Klinikaufenthalt, bei dem aus seinem Blut Stammzellen herausgefiltert und einem Patienten eingepflanzt wurden.„Ich freue mich jeden Tag, dass ich einem Menschen so helfen konnte, dass er weiter leben kann. Es hätte ja auch mein Vater sein können.“ Genau auf diesen Treffer hoffen jetzt auch die Spender in Kropp – und natürlich auch Laura und ihre Angehörigen.

Da die Typisierung pro Blutröhrchen 50 Euro kostet, wurde gleichzeitig Geld gesammelt. Ein Benefizkonzert hatte im Vorfeld bereits mehr als 6000 Euro eingebracht (wir berichteten). Kirsten Ritscher und zahlreiche Helfer hatten beim Waffelverkauf und anderen Aktionen mit der HSG Tarp-Wanderup auch schon mehr als 3000 Euro eingenommen und an die DKMS überwiesen. Gestern kam noch einmal eine gehörige Summe zusammen: 11 000 Euro. Übrigens werden alle Blutröhrchen auch dann typisiert, wenn die gesammelten Spenden nicht ausreichen. „Dann nehmen wir Geld aus unserem Spendentopf, in dem auch überregional von großen Firmen eingezahlt wird“, erklärt Quarg.

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