Mittelangeln : 100 Schüler lassen sich als Knochenmarkspender registrieren

Auch Schüler Thies Marxen stellte sich für die Typisierung zur Verfügung, assistiert von Schulleiterin Langlet-Ruck (l.) und Kader Benli (r.) von der Knochenmarkspenderdatei DKMS.
Auch Schüler Thies Marxen stellte sich für die Typisierung zur Verfügung, assistiert von Schulleiterin Langlet-Ruck (l.) und Kader Benli (r.) von der Knochenmarkspenderdatei DKMS.

Schüler Thies Marxen vom Satruper Bernstorff-Gymnasium hat an seiner Schule eine Typisierungsaktion organisiert.

shz.de von
11. Juli 2018, 12:45 Uhr

Mittelangeln | Mund auf, mit einem Wattestäbchen einen Wangenabstrich nehmen – und schon ist die Prozedur beendet. Ganz einfach, verursacht keine Schmerzen und doch ist die Typisierung der erste Schritt, um Leben zu retten. Denn alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die niederschmetternde Diagnose: Blutkrebs. Früher kam diese Diagnose fast immer einem Todesurteil gleich. Seit 1992 hat sich die Situation gebessert, dank Knochenmarktransplantationen. Seither haben sich 6,5 Millionen Menschen bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) als potenzielle Stammzellspender eintragen lassen. Oft werden die Aktionen durchgeführt, wenn ein aktueller Fall vorliegt. Thies Marxen vom Satruper Bernstorff-Gymnasium hat an seiner Schule nun eine Typisierungsaktion ohne konkreten Anlass organisiert, um die Datei der potenziellen Spender um weitere einhundert Namen zu erweitern.

Kader Benli von der Hamburger Zweigstelle der DKMS war nach Satrup gekommen, um den Jugendlichen über seine Organisation zu berichten und deutlich zu machen, wie notwendig es für die DKMS ist, über eine große Zahl notwendiger Daten zu verfügen, um Schwerkranken helfen zu können.

Bei den Satruper Schülern fand die von Thies Marxen initiierte Aktion großen Anklang. 100 Schülerinnen und Schüler ließen sich einen Wangenabstrich nehmen und unterstrichen damit ihre Bereitschaft zur Knochenmarkspende. Im Rahmen der Veranstaltung wurde bekannt, dass Menschen aus der Region, darunter auch zwei Lehrer, Knochenmark gespendet haben.

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