Älter werden in Flensburg : 100. Geburtstag im Malteserstift St. Klara

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Helene Fritze ist die älteste Bewohnerin des Seniorenheims Malteserstift St. Klara.

shz.de von
28. Juli 2018, 07:32 Uhr

Heute ist Helene Fritzes hundertster Geburtstag. Sie ist damit die älteste Bewohnerin des Seniorenheims Malteserstift St. Klara. Fritze wurde am 28. Juli 1918 im polnischen Kargowa geboren. In jungen Jahren kam sie nach Flensburg. „Wir leben hier sehr gerne“, schildert ihr Sohn Günter Fritze. Ihm sind vor allem die Butterfahrten nach Dänemark mit seiner Mutter im Gedächtnis geblieben. Helene Fritze fällt das Reden wegen ihrer Demenzkrankheit zunehmend schwer. Deshalb erinnert sich ihr Sohn für sie:

Das Geburtstagskind lebte mit seiner Familie in der Heinz-Krey-Straße, ganz in der Nähe des Seniorenheims. Am heutigen Vormittag kommen ehemalige Nachbarn und der Gemeindepfarrer der St. Ansgar-Kirche Mürwik. Nachmittags lassen dann 35 Leute ihre Helene Fritze beim Kaffee und Kuchen hochleben. Das Geburtstagskind ist inzwischen stolze Ururgroßmutter: Fritze hat acht Enkel, zehn Urenkel und einen Ururenkel. „Für meine Mutter ist es die größte Freude, wenn ihre Enkelkinder zu Besuch sind. Sie kommen regelmäßig und schicken ihr auch gerne mal Postkarten“, erzählt Günter Fritze.

Die Familie stand für Helene Fritze an erster Stelle: „Meine Mutter stellte ihre Bedürfnisse immer zurück, wenn es um die Familie ging.“

Das Geburtstagskind war in der Familie berühmt für seine Kochkünste: „Es klingt ungewöhnlich, aber ihre legendären Rouladen servierte meine Mutter nicht nur mit Rotkohl und Kartoffeln, sondern auch mit Spaghetti. Das essen wir heute noch so.“ Danach genossen alle die selbst gebackenen Torten der Großmutter: „Am liebsten haben wir die Buttercremetorte und den Käsekuchen meiner Mutter gegessen“, erinnert sich Günter Fritze. Wenn ihr Sohn aus der Vergangenheit erzählt, strahlt Helene Fritze. „Wir sind einfach total dankbar, dass meine Mutter so ein schönes Leben hat und jetzt schon 100 Jahre alt ist“, sagt Günter Fritze.

Ihren Ehemann lernte Helene Fritze 1939 bei einem Marinekonzert in Glücksburg kennen. Der damalige Schlagzeuger fasste sich ein Herz und forderte sie zum Tanz auf.

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