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Neue politische Kraft "Flensburg wählen": Nahverkehr zum Nulltarif

Von Carlo Jolly | 18.04.2013, 06:56 Uhr

Bürgerbündnis mit 25 Personen auf der Kandidatenliste gegen die Konkurrenz.

Sie verstehen sich als überparteiliches Bürgerbündnis und werden nach eigenen Angaben von Attac sowie den Internationalen Ärzten gegen den Atomkrieg unterstützt. Die Wählergemeinschaft "Flensburg wählen" tritt als einzige nicht im Rat vertretene neue politische Kraft gegen sieben etablierte Fraktionen an - und hat mit einer 25 Personen langen Kandidatenliste für den größtmöglichen Erfolg vorgesorgt.

Die Liste wird von dem Arzt und Schiffs-Ingenieur Karsten Kuhls (52) angeführt, auf Platz 2 steht die Schneiderin Dimitriou Kouvatsidou, auf Platz 3 der Journalist und Schiffs-Ingenieur Sergej Titajeff. Danach folgen, als jüngste Kandidatin, die 20-jährige Auszubildende Stefanie Rohr, der Produktionstechniker Ayhan Özkan, die Verkäuferin Ingelore Kersten sowie auf Platz 7 Christoph Mahnke, in Flensburg bekannt vom Freundeskreis Emmi Leisner bis zur Energiegenossenschaft. Auf Platz 18 der Liste findet sich eine weitere bekannte Flensburgerin - Regina Ryl von den Flensburger Gaben (früher: Tafel). Kommunalpolitiker Jörg Pepmeyer (Akopol), der zum Start mit der Wählerinitiative sympathisierte, gehört nicht zu den Kandidaten.

Als inhaltliche Schwerpunkte nennt "Flensburg wählen" ein Leitbild "Gesunde Stadt Flensburg" mit einer menschengerechten statt autogerechten Stadt samt Begrünung von Straßen und Plätzen. Zudem will die Initative einen Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr einführen, der bundesweit einmalig wäre und seit kurzem in der estnischen Hauptstadt Tallinn gilt. Außerdem wird ein

Quartiersbeteiligungskonzept mit Einrichtung von "Stadtteilzentren für Kultur und Demokratie" angestrebt.

www.flensburgwaehlen.de