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SG Flensburg-Handewitt Der Trompeter der SG

Von Anja Werner | 10.12.2013, 07:13 Uhr

Marquardt Petersen trompetet seit sechs Jahren die SG Flensburg-Handewitt in die Halle. Der 17-Jährige möchte mehr als ein Volksmusiker sein.

Das Musiktalent blickt schon jetzt auf erfolgreiche CDs oder Auszeichnungen wie der erste Preis bei „Jugend musiziert“ oder der Sieg beim Musikantenstadl-Nachwuchswettbewerb.

Doch das für Marquardt bisher schönste Erlebnis fand im Mai 2011 in der O2-World in Hamburg statt. Vor dem Finale des DHB-Pokals, das in 75 Länder übertragen wurde, spielte der junge Flensburger die deutsche Nationalhymne. „Das war eine große Ehre – das werde ich nie vergessen“, sagt Marquardt – obwohl seine SG nicht den Pokal holte. Ein emotionaler Höhepunkt war auch das Abschiedsspiel der SG-Legende Lars Christiansen im Sommer 2010, zu dem der Solist auf Wunsch von Lars „Amazing Grace“ trompetete.

Steht der junge Bruder Frederik nicht oft im Schatten des bekannten Trompeters? „Überhaupt nicht, er hat andere Talente, ist ein sehr guter Tennisspieler“, sagt Marquardt. Überhaupt, ohne seine Familie wäre sein musikalischer Erfolg nicht möglich gewesen. Es gibt nur einen Menschen, der für die Entwicklung von Marquardt Petersen noch wichtiger war – sein langjähriger Lehrer und Mentor Hans-Heinrich Lorenzen. Am 31. Mai 2012 starb Lorenzen unerwartet. Die anstehende Konzertreise widmete der Trompeter seinem dritten Großvater. „Ein Mensch lebt solange, wie man an ihn denkt, ich denke sehr oft an meinen Lehrer, der mir alles beigebracht hat, was ich für eine musikalische Karriere brauche“, sagt Marquardt.

Musik ist für ihn eine Sprache, die jeder versteht. Besonders instrumentelle Musik, die lasse einen freien Interpretationsspielraum, sagt der 17-Jährige, der sich als Mensch und Musiker nicht verbiegen lassen will. Seinen eigenen Weg sieht er als Geschenk: „Ich kann mit meiner Musik Menschen berühren.“