Kotspuren und schwarze Schrift: Das geparkte Auto eines Parteimitglieds wurde nach Angaben des Flensburger Basis-Vorsitzenden Reinhold Majeske von Unbekannten besudelt.
„Parke lieber nicht mehr hier in der Nähe“ – das Auto des „Basis“-Mitglieds Daniel Lux ist nach Angaben des Kreisvorsitzenden der Kleinstpartei, Reinhold Majeske, mit Kot beschmiert und bekritzelt worden. „Brauner Scheißdreck“ steht auf der Beifahrertür. Lux habe das Auto in Wohnortnähe an der Harrisleer Straße geparkt und den Schaden am Freitagvormittag entdeckt.
Majeske vermutet „die Antifa“ hinter der Aktion. „Ich sage nur Bahnhofswald und Duschkewitz“, munkelt er in einer E-Mail an die Redaktion. Den Verdacht konnte er auf Nachfrage aber nicht weiter erhärten, auch nicht, welchen Personenkreis er damit genau meine.


Unklar, ob politisches Motiv vorliegt
Der Kreisvorsitzende vermutet aber aufgrund der Wortwahl, dass es sich um eine Aktion „von links“ handele. Er betont dabei aber: „Wir sind gar nicht rechts. Man mag uns Schwurbler nennen oder Corona-Leugner, aber das ist ja Schnee von gestern.“ Ob es sich bei der Aktion um ein politisches Motiv handelt, konnte die Polizei auf Nachfrage nicht sagen, da der Vorfall bislang nicht zur Anzeige gebracht worden sei.
Die Kleinstpartei „Die Basis“ formierte sich Mitte 2020 aus dem Milieu der Corona-Proteste und gilt als parteipolitischer Arm der „Querdenken“-Bewegung. Bei einer Studie der Uni Basel zu Angehörigen der Protestbewegung gegen die Coronamaßnahmen in Deutschland und der Schweiz kam heraus: „Die Gegner sind in sich heterogen, aber nach rechts offen und vom politischen System stark entfremdet.“
Während der sogenannten Corona-Demos und „Spaziergänge“ sah sich die Bewegung auch in Flensburg immer wieder mit Gegendemos konfrontiert, die den Querdenkern Rechtsoffenheit und Relativierung des Holocaust vorwarfen.


